Aktuelle Meldungen

Aktuelle Berichte über unsere Waisen-Elis.

Am 4. Dezember 2018 kam der große Tag für die Waisenkühe Malkia, Ndiwa und Sana Sana: in den frühen Morgenstunden wurden sie – nach ein paar Wochen Gewöhnungsphase – in den maßgeschneiderten Umzugs-LKW geführt, um ihren nächsten Schritt zurück zu einem freien Leben in der Wildnis zu tun. Die Waisen, die aus Nairobi in die Auswilderungsstationen gebracht werden, bekommen immer einige Wochen Zeit, um sich an das Einsteigen ins Fahrzeug zu gewöhnen, damit die Situation auf der Reise nicht zu ungewohnt für sie ist. Zusätzlich bekommen sie am Umzugstag auch noch ein leichtes Beruhigungsmittel, damit ihnen der Stress nicht zu sehr zusetzt. Beim Umzugstraining war Malkia immer die vorsichtigste; sie ließ sich kaum davon überzeugen, ganz in das Abteil zu gehen, und blieb immer mit einem Fuß draußen, damit sie zur Not schnell wieder zurückweichen konnte. Daher dachten alle, dass sie am Umzugstag die größten Probleme bereiten würde, denn Sana Sana und Ndiwa machten sich nichts daraus und gingen brav in den LKW, um darin ihre Milch zu trinken.

 

 

 
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Mit dem kleinen Merru hatten es die Mitarbeiter des DSWT nicht leicht. Er kam nach einer furchtbaren Odyssee ins Waisenhaus in Nairobi und hatte etliche offensichtliche Wunden, aber offenbar auch ein paar schwerwiegendere innere Verletzungen. Er war am Rand des Imenti-Waldes an den Hängen des Mount Kenya gerettet worden, wo er in einen tiefen Steinbruch gefallen war. Bevor die Wildhüter des Kenya Wildlife Service davon erfuhren und ihm zu Hilfe eilen konnten, bekam er es mit ein paar Einwohnern zu tun, die drauf und dran waren, ihn zu töten und zu verspeisen! Zum Glück gab es unter ihnen einige dem Baby freundlich gesinnte Leute, die noch rechtzeitig den KWS verständigen konnten. Trotzdem sahen sich die Ranger einer aufgebrachten Menschenmenge gegenüber, die dem kleinen Bullen schon übel mitgespielt hatte. Sie handelten schließlich aus, dass er über Nacht mit den Füßen an drei Baumstämme festgebunden werden sollte, damit er nicht weglaufen konnte. Als am nächsten Morgen der Hubschrauber mit den Keepern des DSWT angekommen war, gelang es den Wildhütern zusammen mit dem Piloten Andy Payne, die aufgeregten Bewohner von dem kleinen Bullen fernzuhalten, während die Keeper sich um ihn kümmerten. Er jammerte wegen der vielen Wunden von den Schlägen, denen er ausgesetzt gewesen war, bekam gleich ein Beruhigungsmittel, etwas gegen Entzündungen und Rehydrierungsflüssigkeit, bevor er nach Nairobi in Sicherheit gebracht wurde.

Merru im Steinbruch

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Am 20. September 2018 war der Chef des Schlingenentfernungsteams der Region Tiva, Nterto Kapina, auf einem Routineflug zusammen mit DSWT-Pilot Neville Sheldrick, als er die Spuren eines offenbar allein umherirrenden Elefantenkalbs am Fluss Tiva erspähte.

 

 

Die einzigen Wasserstellen entlang des ausgetrockneten Flussbetts sind zurzeit flache, kurzlebige Wasserlöcher. Daher ist der Sand gezeichnet von Hunderten von Spuren wilder Elefanten. Trotzdem konnte Nterto Kapina die eine, etwas frischere Spur erkennen, die von einem einzelnen kleinen Elefanten, der ohne seine Herde unterwegs gewesen war, stammen musste. Aus der Luft verfolgten sie die Spuren gut 20 Kilometer, bevor sie schließlich verschwanden. Da trotz längerer Suche entlang des Flusses aus der Luft kein Kalb zu sehen war, kam ein Team am nächsten Tag, um an der Stelle, an der die Spuren aufhörten, weiter zu suchen. Aber auch sie konnten es nicht finden.

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Am frühen Morgen des 9. September 2018 wurde dem Kommandeur der KWS-Einheit im Taita-Gebiet, Salim Makomba, von einem Elefantenbaby in Not berichtet. Lokale Bewohner hatten beobachtet, wie es auf privatem Land in einem kleinen See namens Mzee Kirema in der Nähe der Straße nach Mackinnon außerhalb des Tsavo East Nationalparks in einem Wasserloch feststeckte. Die Hirten berichteten, dass sie am Abend zuvor noch an der Stelle ihr Vieh hatten saufen lassen und zu dieser Zeit zwar eine Elefantenherde in der Nähe gewesen war, aber noch nichts von dem Elefantenkalb in Not zu sehen gewesen war.

 

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Am Donnerstag, den 27. September tauchte abends im Mondschein Ex-Waise Lualeni an der Tränke der Auswilderungsstation des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) in Ithumba auf. Sie hatte ihre Freunde dabei und Benjamin, Chef-Keeper in Ithumba, schaute ihnen zu. Die Überraschung war groß, als er in der Dunkelheit einen winzigen Baby-Elefanten ausmachte, der zwischen Lualenis Beinen herumwuselte – Lualeni hatte gerade ein kleines Elefantenmädchen zur Welt gebracht! Die aufmerksamen Kindermädchen Chyulu und Lenana wie auch Galana mit ihrem Baby Gawa waren mit von der Partie und präsentierten das kleine Bündel stolz ihren ehemaligen Keepern!

Taru mit der kleinen Lualeni seinerzeit im Waisenhaus in Nairobi
Angela Sheldrick mit der hochschwangeren Lualeni zwei Wochen vor der Geburt
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