Die Rettung von Olorien

Anfang Juni berichteten Maasai-Hirten von einem Elefantenkalb, das draußen im Busch ihren Herden zu folgen versuchte. Auch die Ranger der Organisation Elephant Aware sahen das Baby in der Gegend von Siana in der Maasai Mara und benachrichtigten den Kenya Wildlife Service (KWS). Es wurde beschlossen abzuwarten, ob eine Herde das kleine Mädchen wieder einsammeln würde. Einige Tage später war sie aber immer noch allein unterwegs, obwohl in der Zwischenzeit schon einige Herden vorbeigekommen waren; trotz ihrer flehenden Rufe hatten sie sie immer wieder zurückgelassen.

Am 6. Juni 2020 schließlich sah das kleine Kalb schon recht abgemagert aus. Die Mitarbeiter des Olarro-Schutzgebiets und von Elephant Aware hatten bemerkt, dass sie sich bemühte, sich in der Nähe eines verletzten Bullen aufzuhalten. Also wurde das Mobile Tierarzt-Team von KWS und Sheldrick Wildlife Trust (SWT), das praktischerweise gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt war, zu Hilfe gerufen. Gemeinsam mit dem Verwalter der Gegend, Mr. Gilisho, sowie Rangern der Verwaltung der Region Narok, von Elephant Aware und des Olarro-Schutzgebiets wurde ein Entschluss gefasst: das Baby sollte zuerst gerettet und dann der verletzte Bulle medizinisch versorgt werden.


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Luggard und Enkesha ziehen nach Umani Springs um

Der 31. Mai 2020 war ein besonderer Tag beim Sheldrick Wildlife Trust (SWT) in Kenia. An diesem Tag sollte Waisenelefant Luggard – von allen auch Löwenherz genannt – und seine Freundin Enkesha aus dem Waisenhaus in Nairobi zur Auswilderungsstation in Umani Springs umziehen. Solche Umzüge sind immer ein großer Moment, ganz besonders für diese beiden tapferen Elefantenkinder.
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Sattao, Musiara und Dololo ziehen nach Ithumba um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Musiara, Sattao und Dololo haben ein paar aufregende Jahre im Waisenhaus des Sheldrick Wildlife Trust in Nairobi hinter sich. Musiara war noch sehr klein, als eine Filmcrew ihn Anfang 2017 in der Maasai Mara sah, wie er ganz allein durch die Wildnis streifte und vergeblich versuchte, sich vorbeiziehenden Herden anzuschließen – bis er schließlich zu schwach wurde und einfach liegenblieb. Sattao wurde in ähnlich zartem Alter wenige Monate später gerettet; er war vermutlich von Wilderern zum Waisen gemacht worden und hatte schon Bisse von kleinen Raubtieren am ganzen Körper. Als Dololo schließlich im September 2018 ins Waisenhaus kam, hing sein Leben am seidenen Faden. Seine Rettung war die dramatischste der drei: er war in einem Wasserloch stecken geblieben, und nur sein Rüssel ragte noch aus dem Wasser heraus. Lange Zeit machte er noch einen mitleiderregenden Eindruck, war nur Haut und Knochen und hatte eingefallene Wangen. Im Laufe von einigen Monaten schaffte er es aber, ein neues Leben zu beginnen – auch dank der Hilfe seiner neuen Freunde, wie Sattao und Musiara! Inzwischen hat er sich so gut erholt, dass er zum Klassenclown der Waisenherde geworden ist! So wird es langsam Zeit für diese drei frechen kleinen Bullen, mit anderen, größeren Elefanten Bekanntschaft zu machen; diese werden ihnen alles wichtige beibringen, was sie brauchen, um in der Wildnis zu leben, und sie werden ihnen auch den nötigen Respekt abverlangen!
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Tagwa und Tamiyoi ziehen nach Voi um

(übersetzt aus dem englischen Original; alle Bilder © Sheldrick Wildlife Trust)

Mitte 2019 zog Nachwuchs-Leitkuh Tagwa aus dem Waisenhaus in Nairobi in die Auswilderungsstation in Voi um. Sie verbrachte allerdings nicht viel Zeit dort, denn schon kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich, dass einer ihrer Stoßzähne schief wuchs, was zu einer Infektion und großen Schmerzen führte. Dadurch verlor die arme Tagwa von Tag zu Tag an Gewicht, und so wurde sie zurück nach Nairobi gebracht, wo sie besser medizinisch behandelt werden und sich erholen konnte. Acht Monate später ist sie nun wieder ganz die alte und bereit für einen neuen Anlauf für ihren Weg zurück in die Wildnis! Am 11. März – fast vier Jahre nach ihrer Rettung als kleines Waisenkalb – trat sie erneut die Reise nach Voi an.
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Die Rettung von Naboishu

Am 27. März 2020 wurde die vom Sheldrick Wildlife Trust (SWT) und Kenya Wildlife Service (KWS) betriebene mobile Tierarzteinheit in der Maasai Mara gerufen, um eine Obduktion an einer Elefantenkuh durchzuführen, die am Morgen aus unbekannten Gründen tot aufgefunden wurde. Sie war eine bekannte Kuh in der Maasai Mara, die „Namunyak“ genannt wurde und war vom Mara Elephant Project (MEP) mit einem Funkhalsband ausgestattet worden, mit dessen Hilfe verfolgt werden konnte, wo sie und ihre Herde unterwegs war. Als das Ortungssignal sich nicht mehr bewegte, klingelten alle Alarmglocken beim MEP. Sie wurde leblos aufgefunden, und ihr Kalb war mit der Herde inzwischen ein Stück weiter gegangen. Die Obduktion brachte eine große Schwellung in der Darmgegend zum Vorschein, vermutlich von einer älteren Verletzung, die aufgebrochen war, sodass Eiter in die Blutbahn gelangt war. Das hatte wohl eine Embolie der Lunge verursacht, und schließlich hatte das Herz der Kuh aufgehört zu schlagen. Immerhin gab es keine Anzeichen von äußeren Verletzungen.

 


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