Die erste schreckliche Prüfung im Leben Ziwas war, als seine Mutter von einer mysteriösen Krankheit niedergestreckt wurde, der sie trotz Behandlung durch die Tierarzteinheit des DSWT und KWS erlag. Nachdem sie so schwach wurde, dass sie schließlich in einem Wasserloch zusammenbrach, wurde die schwere und traurige Entscheidung getroffen, sie einzuschläfern, um ihr weiteres Leiden zu ersparen und ihr zweijähriges Kalb Ziwa zu retten, der mutig seine leidende Mutter bewachte. Der trauernde Ziwa wurde zum Waisenhaus gebracht, wo er sich anderen geretteten Waisenelefanten anschloss. Da er schon etwas älter war, wurde er schon nach wenigen Monaten zur Auswilderungsstation in Ithumba im nördlichen Tsavo gebracht, um die Reise zurück in die wilden Elefantengesellschaften anzutreten.

Ziwa bewacht seine kranke MutterZiwa in Sicherheit im Waisenhaus

Anfangs liebte Ziwa Ithumba und die Möglichkeit, wilde Elefantenherden treffen zu können, doch nach und nach wurde Ziwa schwächer, wurde immer lethargischer, langsamer und kraftloser, als die Wochen vergingen. Angela traf die Entscheidung, ihn nach Nairobi zurückzufliegen, solange das noch ging, denn er war nun schon so groß, dass er gerade so noch in das Flugzeug passte.

Ziwa im Busch in NairobiZiwa passt gerade so in das Flugzeug zum Waisenhaus
Zurück in Nairobi und nach vielen Bluttests mussten wir hilflos zusehen, wie sich sein Zustand immer weiter zu verschlechtern schien, er viele Ödeme unter seinem Kinn, an Brust und Bauch entwickelte und am ganzen Körper Wunden auf der Haut hatte.

Ziwa fühlt sich langsam besserDr. Sanjay nimmt eine Bluttransfusion vor
Viele weitere Tests wurden durchgeführt und Ziwa erhielt sehr gründliche medizinische Versorgung. Wir stellten fest, dass er einen mysteriösen Blutparasiten hatte, und mit der Zeit sahen wir, wie Ziwa über den Berg kam, sich erholte und schließlich wieder ganz er selbst wurde.

Ziwa braucht eine BluttransfusionZiwa fühlt sich nach der Behandlung besser
Als sich seine Gesundheit besserte, stärkte sich auch sein unabhängiger Geist und jetzt möchte er gern wieder auf der Suche nach Futter viel weitere Wege wandern und entweicht manchmal den aufmerksamen Augen seiner Keeper. Kein Wunder, bei 31 Waisenelefanten, die im Busch verteilt sind! Ein großes Drama begann am 30. November um 15 Uhr, als sich der Himmel verdunkelte und dichter Regen fiel, begleitet von hellen Blitzen und markerschütterndem Donner. Die Babyelefanten der Waisenhauses versammelten sich um ihre Keeper und waren erschrocken von dem andauernden Gewitter. Ziwa verlor die Nerven und floh in dem Durcheinander, während die Keeper die anderen Waisen zurück zu den Stallungen brachten. Das löste eine verzweifelte Suche während des starken Sturms aus, die aber erfolglos war und um 20 Uhr schließlich aufgegeben werden musste. Die Schreie der Hyänen und Löwen während der Nacht ließen die Keeper kein Auge zutun und sie sorgten sich, ob Ziwa die Nacht heil überstehen würde.

Der junge Ziwa wird nach Nairobi zurück gebracht
Bei Tagesanbruch am 1. Dezember wurde die Suche fortgesetzt und als die Sonne aufging, fanden wir Ziwa glücklicherweise, als er gerade versuchte, nach Hause zurückzukommen. Er war wohlauf, aber traumatisiert von der nervenaufreibenden Nacht. Wie wir Menschen können Elefanten im Dunkeln schlecht sehen und er muss sehr viel Angst gehabt und sich sehr verloren und allein gefühlt haben, als er im Dunkeln das Brüllen der Löwen und das Geheule der Hyänen um sich herum gehört hatte. Alle waren froh und erleichtert, als Ziwa wieder sicher in seinem Gehege war. Seine Waisenfreunde waren erfreut, ihn wiederzuhaben, doch niemandem fiel ein größerer Stein vom Herzen als seiner menschlichen Familie, die ganz krank vor Sorge um ihn gewesen war.

Ziwas Waisenfreunde stellen sicher, dass es ihm gut gehtZiwa nimmt seine Milchflasche bereitwillig
(übersetzt aus dem englischen Original)

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