Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Oktober 2017

 

Wegen der anhaltenden Dürre in Tsavo hatten wir diesen Monat wieder einige Neuzugänge und mußten deshalb einige Umbelegungen in den Ställen vornehmen. Ndiwa und Mundusi wurden in einem Stall auf der anderen Seite von Maxwells Gehege untergebracht. Ndiwa hat die Veränderung gut weggesteckt, aber Mundusi brauchte einige Tage, bis er sich eingelebt hatte und hat es den Keepern in der Zwischenzeit nicht leicht gemacht. Schon bei ihrer Ankunft in der Nursery ahnten wir, daß Ndiwa schnell lernt, denn sie merkte sich sofort, wo die Stellen für die Milchfütterung lagen. Noch heute erinnert sie uns regelmäßig an ihr gutes Gedächtnis. Sie wurde schon einige Male wegen Neuzugängen verlegt, aber sie vergißt nie, wo sie pünktlich um 17 Uhr ihre Milchflasche abholen kann und wohin sie abends zurück zum Schlafen gehen muß.

 

Die Neulinge Sagalla, Sapalan und Namalok haben sich alle gut eingelebt, obwohl sie alle schon älter sind als die Durchschnitts-Babys in der Nursery. Sagalla scheint ihr neues Zuhause besonders gut zu gefallen und sie hatte überhaupt keine Probleme, ihre Milch aus der Flasche zu trinken. Am Monatsende waren sie alle mit dem Rest der Nursery-Herde im Busch unterwegs und hatten sich sowohl an die Keeper als auch an ihren neuen Tagesablauf gewöhnt. Nur Namalok trinkt seine mich immer noch aus einem Eimer statt aus der Flasche in der Hand eines Keepers. Sapalam und Namalok kamen innerhalb weniger Tage zu uns und sind ein bißchen älter als die restlichen Nursery-Waisen. Sie haben sich inzwischen sehr gut angefreundet. Sapalan hat sich schnell den anderen Bullen vorgestellt und ringt inzwischen gerne mit Pare, Ndotto und Lasayen. Aber die kleinen Bullen haben ziemlichen Respekt vor Sapalans langen Stoßzähnen! Namalok ist um einiges ruhiger und grast lieber als ausgelassen herumzutollen! Sagalla hat ein ganz besonders charakteristisches Merkmal: ihre außergewöhnlich langen Wimpern und Schwanzhaare. So langes Haar haben wir noch bei keinem Elefantenbaby vorher gesehen!

 

Wir haben diesen Monat außerdem begeistert das gutherzige Verhalten einiger unserer jungen Bullen beobachtet. Wir wissen, daß alle jungen Kühe in der Nursery immer völlig vernarrt in alle kleinen Neuankömmlinge sind und ihnen ganz nah sein wollen. Aber auch einige unserer Bullen haben ein großes Herz für kleine Elefantenbabys. Ngilai zum Beispiel spielt nicht so gerne die groben Spielchen seiner männlichen Altersgenossen. Er schubst auch keine kleineren Elefanten und wenn er selbst geschubst wird, entwickelt er keine Rachegefühle. Jotto ist ein weiterer freundlicher Jungbulle, den man niemals beim Stänkern beobachten wird. Leider wissen das auch einige der Jüngsten und nutzen seine Gutmütigkeit schamlos aus! Enkesha ist eine der jungen Kühe und schubst ihn öfters, weil sie weiß, daß er nicht zurückschubsten wird. Einmal beobachtete sie Jotto dabei, wie er akribisch eine leckere Wurzel ausbuddelte. Gerade als er sie vernaschen wollte, rannte sie dazwischen und stahl sie ihm. Jotto gab lieber seine Nascherei auf als sich darum zu raufen! Enkesha hätte sich niemals getraut, das Gleiche mit Ambo oder Kuishi zu veranstalten, die sich das keineswegs gefallen lassen hätten!

 

Wir waren so glücklich wie die Waisen selbst, als diesen Monat endlich der lang ersehnte Regen auf den ausgetrockneten Boden fiel. Bevor sich frisches grünes Gras durch die Erdoberfläche bohrte und die  Mistkäfer ihre Eier im feuchten Boden legten, hatten die Waisen einen Riesenspaß beim Planschen und Suhlen. Godoma, Malima, Mteto, Jotto, Mbegu, Enkesha, Tamiyoi, Musiara, Sattao und Emoli haben alle in natürlichen Wasserlöchern gebadet. Die Winzlinge Musiara und Sattao nutzen ihre kleinen Rüssel als Schnorchel und hielten sich an den Schwänzen von Mbegu und Godoma fest. Elefantenwaisen wie Luggard, Emoli und Enkesha sind richtige Wasserratten, während andere wie Kauro eher wasserscheu sind und das Treiben von Draußen beobachten. Die Fröhlichkeit nach Einsetzen des Regens lenkte uns ab von der Trauer um Klein Pili ab, der diesen Monat gestorben ist. Leider konnten wir nicht alle Elefantenbabys durchbringen, die während der Dürrezeit zu uns gekommen sind. Manche hatten einfach zu lange nicht genug Nahrung aufgenommen.

 

Kiko versucht nach wie vor, tagsüber mit den Elefanten zu grasen, aber leider sind die Waisen ihm nicht so wohl gesonnen wie er ihnen! Von den Neulingen Sapalan und Namalok hält er Abstand, den die beiden sind eine Giraffe in einer Elefantenherde nicht gewöhnt und griffen ihn mehrfach an! Manchmal wurden sie dabei von Malima und Musiara unterstützt, die kleinen Ohren weit abgestellt. Aber Kiko kann die Winzlinge einfach nicht ernst nehmen. An einem Tag war er schlecht drauf und trat absichtlich die Schubkarre um, in der all die leeren Milchflaschen lagen. Während die Keeper alle Flaschen einsammelten, versuchten Maisha und Sattao noch, die verspritzte Milch aufzusaugen.

 

Die Nashörner: Solio kam diesen Monat nur einmal vorbei, um Maxwell zu begrüßen und um Luzerne zu fressen. Sie traf auch bei diesem Besuch wieder auf Büffel, die sich gegen Ende der Trockenzeit immer gerne um die Nursery herum aufhalten. Maxwell hat diesen Monat einmal die Geduld mit den Warzenschweinen verloren, die sich einfach immer an seiner Luzerneration bedienen und überall herumschmissen. Das Quieken der Schweine, das auf Maxwells Rachefeldzug folgte, locket sogar Mbegu neugierig zurück ins Stallgelände.

 


Jotto going to browse 10/1/2017

Sweet Luggard 10/1/2017

 


Malima nice and muddy with the others 10/1/2017

Malima coming out 10/1/2017

 


Mbegu has a lovely caring nature 10/2/2017

Maxwell didn’t want the warthogs in his stockade 10/2/2017

 


Maxwell chasing the warthogs, and Kiko  10/2/2017

Godoma is another lovely caring girl 10/2/2017

 


Mundusi doesn’t like to waste time 10/3/2017

Mundusi soil dusting 10/3/2017

 


Kuishi walking in the forest 10/3/2017

Malkia likes looking after young ones too 10/3/2017

 


Enkesha knows she can manipulate Jotto 10/4/2017

Jotto browsing from a tree 10/4/2017

 


Mteto has been nicknamed the laughing girl 10/4/2017

Funny little Tamiyoi 10/5/2017

 


Tamiyoi walking on her own 10/5/2017

Esampu heard Tamiyoi calling 10/5/2017

 


Namalok in his stockade 10/5/2017

Tagwa with little Sattao 10/6/2017

 


Tagwa with Sattao under her neck 10/6/2017

Mbegu browsing 10/6/2017

 


Godoma is a good mini matriarch  10/6/2017

Lasayen can be very welcoming 10/7/2017

 


Kuishi  10/7/2017

Ndiwa is such a calm girl 10/7/2017

 


Ngilai is not a bully but is quite rough 10/8/2017

Ngilai drinking water 10/8/2017

 


The orphans all walking out 10/8/2017

Mundusi running away 10/8/2017

 


Maxwell having a rest 10/9/2017

Ndiwa browsing 10/9/2017

 


Sana Sana ran to help Ndiwa 10/9/2017

Maktao so muddy in the mud bath 10/9/2017

 


Tamiyoi scratching her trunk  10/10/2017

Malima had a restless night 10/10/2017

 


Maramoja 10/10/2017

Maktao so muddy again! 10/10/2017

 


Rapa running around 10/11/2017

Kauro running in 10/11/2017

 


Ndotto climbing on Maramoja 10/11/2017

Namalok brought out for the first time 10/11/2017

 


Sweet little Musiara 10/12/2017

Sattao looking for Musiara 10/12/2017

 


Malima and Musiara 10/12/2017

Sweet Luggard 10/12/2017

 


Malima all muddy 10/13/2017

Enkesha in the mud bath 10/13/2017

 


Ambo is more shy of the water 10/13/2017

Hello Mteto! 10/13/2017

 


Sana Sana in a playful mood 10/14/2017

Ngilai joined them 10/14/2017

 


Maisha and Emoli avoided their playful friends 10/14/2017

Sweet little Maisha 10/14/2017

 


Esampu in a mischievous mood 10/15/2017

Esampu very very muddy! 10/15/2017

 


Esampu got out and rubbed mud on visitors! 10/15/2017

Murit had fun in the mud bath as well 10/15/2017

 


Caring Maramoja 10/16/2017

Mbegu enjoying the mud bath 10/16/2017

 


Sagalla in the forest for the first time 10/16/2017

Pare was being naughty  10/16/2017

 


Malima, Esampu, Kuishi and Ambo 10/17/2017

Mbegu looking after Malkia 10/17/2017

 


Sana Sana browsing 10/17/2017

A very muddy Malkia 10/17/2017

 


Something scared Pare and others 10/18/2017

Emoli standing near his keepers 10/18/2017

 


Musiara with Godoma 10/18/2017

Ndiwa in the mud bath 10/19/2017

 


Mundusi and Ndiwa 10/19/2017

Ndiwa with Mbegu behind 10/19/2017

 


Luggard browsing 10/20/2017

Musiara waiting for Luggard 10/20/2017

 


Sweet little Sattao browsing 10/20/2017

Kuishi trying some small branches 10/20/2017

 


It was a chilly morning 10/21/2017

Orphans walking out with their keepers 10/21/2017

 


Kuishi chewing a root next to a stream 10/21/2017

Enkesha playing in a puddle 10/21/2017

 


Ngilai in a playful mood 10/22/2017

Ambo was in a happy mood as well 10/22/2017

 


Tagwa came running to help Ambo 10/22/2017

Tamiyoi going to see the babies 10/23/2017

 


Esampu, Enkesha and Malima 10/23/2017

Esampu, Malima and Musiara 10/23/2017

 


Malkia browsing next to Kuishi 10/23/2017

Kauro on a dusting pile 10/24/2017

 


Ndotto on the dusting pile 10/24/2017

Murit browsing on a small shrub 10/24/2017

 


Lasayen going to play 10/24/2017

Kiko walking with the orphans 10/25/2017

 


Hello Kiko! 10/25/2017

Malima didn’t want Kiko around 10/25/2017

 


Maisha browsing 10/25/2017

Godoma walking into the forest 10/26/2017

 


Emoli walking out 10/26/2017

Esampu, Musiara and Godoma 10/26/2017

 


Ndotto climbing on his friends 10/26/2017

Kiko going out to the forest 10/27/2017

 


Kuishi browsing with Mteto 10/27/2017

Kuishi and Esampu in the mud 10/27/2017

 


Enkesha so muddy 10/27/2017

Maktao with Emoli behind 10/27/2017

 


Greedy little Murit 10/28/2017

Funny little Jotto 10/28/2017

 


Jotto with Esampu 10/28/2017

Orphans walking back out to the bush 10/28/2017

 


Kiko following the keepers 10/29/2017

Namalok out in the bush 10/29/2017

 


Kiko saying hello to Maxwell 10/29/2017

Kiko with the elephant orphans 10/29/2017

 


Happy Sattao 10/30/2017

Rapa in a very playful mood 10/30/2017

 


Lasayen running with Sagala 10/30/2017

Mbegu happily dusting 10/30/2017

 


Maktao walking out 10/31/2017

Mundusi slowly walking along 10/31/2017

 


Pare just relaxing  10/31/2017

Maxwell picking up lucerne pieces 10/31/2017

 

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: Oktober 2017

 

Ein weiterer düsterer Monat in Voi ging zu Ende: Im Akkord bargen wir Elefantenbabys deren Familien oder gar sie selbst Opfer der beißenden Dürre in Tsavo geworden sind. Nicht immer finden wir sie rechtzeitig, obwohl wir immer sofort aufbrechen, sobald uns ein neuer Notruf erreicht. Elefanten sind empfindliche Kreaturen und fressen große Mengen Grünfutter täglich. Ohne ausreichend Nahrung können sie schnell verhungern. Trotz aller trauriger Momente gab es aber auch einige schöne, kleine Hoffnungsschimmer. Zum Beispiel, wenn Elefantenmütter mit ihrem Nachwuchs vereint werden konnten, den wir aus dickem Schlamm befreiten. Oder wenn ein Elefantenbaby rechtzeitig gefunden und sein Leben gerettet werden konnte. Oder wenn wir unsere Waisen beobachten, wie gut es ihnen doch ging, beim Spielen im Wasserloch. Wir stellen täglich Zusatzfutter bereit, daß unsere Waisen und die vier Ex-Waisen Lempaute, Kivuko, Dabassa und Layoni, die sich während der letzten Monate immer in der Nähe des Stallgeländes aufhielten, liebend gern fraßen. Das Luzerneheu und die –pellets wurden jeden Morgen verteilt, um den Waisen genug Kraft für die tägliche Futtersuche zu geben. Gegen Ende des Monats fielen die ersten Regentropfen und wir hoffen inständig, daß endlich wieder eine vollwertige Regenzeit daraus wird.

 

Nach den kurzen Schauern rollten sich die Elefantenwaisen ausgelassen in der angefeuchten roten Erde und verschlangen das frisch ergrünte Gras – was für eine Abwechslung nach all den Wochen, in denen es nur Baumrinde zu kauen gab. Zu den schönsten Zeiten des Tages zählen die abkühlenden Schlammbäder und die Milchfütterung. Ndii ist mit Abstand die derzeit größte Wasserratte in der Herde und liebt das eigens für die Elefanten ausgehobenen neue Wasserloch neben dem Affenbrotbaum. Wir haben sie einmal dabei beobachtet, wie sie auf einer Seite des Wasserloches hineinrutschte, nur um sofort wieder herauszuklettern und von Neuem hineinzurutschen… und wieder und wieder. An zwei Tagen war für Ndiis Begriffe das Baden im Wasserloch offenbar nicht genug und sie schmiß sich in die Tränke im Stallgelände, aus der die anderen eigentlich vorhatten, sauberes Wasser zu trinken. Sie mußten sich eine ganze Weile gedulden, bis sich der Schlamm setzte und das Wasser wieder sauber genug zum Saufen war.

 

Am 5. Oktober grasten die Waisen friedlich mit einer Herde wilder Elefanten. Ajali, Pasaka und Nguvu, drei unserer Neuzugänge, grasten gerne ein wenig abseits von der Waisenherde und entschieden sich, an diesem Tag mit der wilden Herde weiterzuziehen! Wir organisierten umgehend eine Patrouille aus der Luft und am nächsten Tag wurde Ajali in einer wilden Herde gesichtet, in der eine Kuh gerade ein Kälbchen geboren hatte. Die Herde jetzt aufzuscheuchen, um Ajali zurückzuholen, erschien uns zu diesem Zeitpunkt keine gute Idee. Am Freitag, den 13. Oktober trafen die Keeper während der Tagestour auf Ajali und Nguvu, die immer noch mit der wilden Herde unterwegs waren. Sie sahen abgemagert aus, so daß die Keeper versuchten, sie von der wilden Herde zu trennen und mitzunehmen. Sie brachten die Elefantenwaisen hinzu und konnten die beiden Abtrünnigen so zurück ins Stallgelände locken. Die Nursery-Waisen freuten sich sehr über ihre Rückkehr und feierten mit lautem Trompeten und befühlten sie überall mit ihren Rüsseln. Pasaka haben wir bis jetzt noch nicht wiedergefunden, aber wir suchen weiter nach ihm. Wir sind uns sicher, daß es ihm gut geht, so lange er mit einer wilden Herde unterwegs ist.

 

Wir waren außer uns vor Freude, als wir am 27. Oktober die Nachricht erhielten, daß Emilys Herde Ex-Waisen in einem Schutzgebiet nahe der Mageno Ranch gesichtet worden war. Die Ranch befindet sich näher an Tsavo-West als Tsavo-Ost, und es schien dort genügend Wasser, Futter und andere wilde Herden zu geben. Wir haben eine Gruppe Keeper hingeschickt, um die Herde zweifelsfrei zu identifizieren und es handelte sich tatsächlich um Emily, Eve, Emma, Edie und ihr Kälbchen Ella, Sweet Sally mit Nachwuchs Safi, Laikipia, Lolokwe, Mweya und Rombo. Allen ging es den Wetterumständen gut, und die Nachricht war eine große Erleichterung für uns, denn wir hatten die Herde schon mehrere Monate nicht mehr gesehen. Ein paar Herdenmitglieder fehlten jedoch: Thoma und Baby Thor, Seraa, Wasessa, Irima, Mzima und Siria. Aber wir hoffen, daß sie zusammen mit Ndara, deren Baby Neptune, Lesanju, Sinya und Tassia sind, die eine Woche zuvor im gleichen Schutzgebiet gesehen worden waren.

 

Lempaute, Kivuko, Dabassa und Layoni, die vier Ex-Waisen, die sich den ganzen Monat über in der Nähe des Stallgeländes aufhielten, kamen jeden Morgen zur Luzernefütterung vorbei. Manchmal spielten sie auch mit den Waisen, aber das ist sehr selten. Die Anführerinnen der Waisenherde – Kenia, Ndii und Kihari – sind immer noch skeptisch gegenüber den Vieren und führen den Nachwuchs weg, sobald sie morgens die Ställe verlassen, damit ‚ihre‘ Babys um Himmels Willen keinen Kontakt zu den Ex-Waisen haben. Die sind inzwischen zwischen sieben und elf Jahren alt und haben trotzdem ihren Spaß. Gerne rollen sie sich im Stallgelände durch die rote Erde. Eines Tages, als sich Layoni und Dabassa wieder einmal wälzten wurden sie dabei von Ishaq-B, Mudanda, Rorogoi, Mbirikani und Panda beobachtet, die sich neugierig neben dem Schauplatz aufstellten. Dabassa stand auf und verwickelte Panda in ein kleines Rüsselringspiel. Kihari wälzte sich an einem anderen Tag genüßlich im Dreck, verzog sich allerdings schüchtern, als sich ihr Layoni und Dabassa näherten.

 


Orphans feeding on lucerne 10/1/2017

Bada and IShaq-B browsing 10/1/2017

 


Pasaka enjoying lucerne grass 10/1/2017

Rorogoi browsing 10/2/2017

 


Embu looking for a browsing spot 10/2/2017

Naipoki and Mashariki 10/2/2017

 


Bada browsing 10/3/2017

Embu and Ishaq-B enjoy a quiet browsing moment 10/3/2017

 


Mbirikani looking for green shoots 10/3/2017

Pasaka enjoys the lucerne 10/4/2017

 


Kenia on a scratching mission 10/4/2017

Orphans dusting games 10/4/2017

 


Panda and Ndii browsing 10/5/2017

Kenia solo browsing 10/5/2017

 


Rorogoi scratches on a rock 10/5/2017

Ndii taking Araba 10/6/2017

 


Ajali with the wild herd 10/6/2017

Wild herd that Ajali spent time with 10/6/2017

 


Kihari and Panda on dust piles 10/7/2017

Sola the orphan elephant 10/7/2017

 


Sola at the Voi stockade 10/7/2017

Kiangazi rescue 10/8/2017

 


Embu browsing 10/8/2017

Bada trying to reach the top shoots 10/8/2017

 


Lion along the water pipe 10/9/2017

A wild elephant also visits the water pipe 10/9/2017

 


Orphan baby Buffalo arrives from Amboseli  10/9/2017

Ngulia and Kore welcome the baby Buffalo 10/10/2017

 


Tawi curious about the baby Buffalo 10/10/2017

Baby buffalo still a bit hesitant to make friends 10/10/2017

 


Tawi tries to make friends with baby Buffalo 10/11/2017

Baby buffalo in the stockade 10/11/2017

 


Wild bull at the water pipeline 10/11/2017

Ndoria following the other orphans 10/12/2017

 


Arruba and Panda browsing 10/12/2017

Suswa on Msinga Hill 10/12/2017

 


Dabassa engages Nelion 10/13/2017

Kihari enjoys scratching 10/13/2017

 


Lentili intervenes between Dabassa and Nelion 10/13/2017

Suswa wrestling with Dabassa 10/14/2017

 


Naipoki playing on the red earth 10/14/2017

Tundani at the water trough 10/14/2017

 


Panda playing in the red soil 10/15/2017

Arruba scratchign against a tree 10/15/2017

 


Mashariki at the water trough 10/15/2017

Mudanda moving down Msinga Hill 10/16/2017

 


Ishaq-B, Kenia and Ndii with Arruba 10/16/2017

Nelion after mud bath 10/16/2017

 


Tundani and Ajali in deep communication 10/17/2017

Lempaute scratching against a tree 10/17/2017

 


Lentili and Naipoki 10/17/2017

Panda and Kihari engaging 10/18/2017

 


Kivuko sniffing the air 10/18/2017

ishaq-B at mud bath 10/18/2017

 


Tundani at mud bath 10/19/2017

Bada dusting games 10/19/2017

 


Arruba scratches on a tree 10/19/2017

Suswa at the water trough 10/20/2017

 


Mudanda leads the orphans for browsing 10/20/2017

Wild elephants at the Baoba waterhole 10/20/2017

 


Layoni engaging Panda 10/21/2017

Ndii reaches up to the higher branches 10/21/2017

 


Arruba scratches on the water trough wall 10/21/2017

Ajali charging 10/22/2017

 


Orphans enjoying bathtime 10/22/2017

Wild bull with Dabassa 10/22/2017

 


Ndii sliding in the mud 10/23/2017

Kenia watches over Araba 10/23/2017

 


Kavu in the stockade after treatment 10/23/2017

Arruba drinking water 10/24/2017

 


Panda walking slowly on the steep hill slopes 10/24/2017

Embu and Lentili lead orphans to browsing 10/24/2017

 


Naipoki and Lentili engaging 10/25/2017

Kivuko at the stockade 10/25/2017

 


Kenia mudbath games 10/25/2017

Bada dustbath 10/26/2017

 


Ndii down in the mudbath 10/26/2017

Ajali after mudbath 10/26/2017

 


Nelion walking towards a wild elephant herd 10/27/2017

Ndii with a dry stick in her mouth 10/27/2017

 


Luna in the stockades 10/27/2017

Mweya visits 10/28/2017

 


Sweet Sally with Safi 10/28/2017

Emily and Emma 10/28/2017

 


Tawi sniffing Kore 10/29/2017

Ajali on Msinga Hill 10/29/2017

 


Mbirikani browsing on Msinga Hill 10/29/2017

Nelion and Tundani early morning games 10/30/2017

 


Lentili wallowing 10/30/2017

Dabassa and Kihari dust bath games 10/30/2017

 


Nguvu biting his trunk 10/31/2017

Layoni enjoying the mud bath 10/31/2017

 


Kenia dust games 10/31/2017

 

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: Oktober 2017

 

Die Hauptrollen diesen Monat übernahmen unsere Ex-Waisen in Ithumba: Yatta bekam ihr zweites Kälbchen – Yoyo – am 7. Oktober. Als sie ins Stallgelände spazierte, um ihren Nachwuchs vorzustellen, gab es überall freudige Aufruhr. Yetu, die Erstgeborene von Yatta, wich ihrem kleinen Bruder nicht von der Seite, als die Kühe ihn alle begutachteten und betätschelten. Die nächste frohe Kunde kam von Nasalot, die am 14. Oktober Mutter eines kleinen Elefantenbullen wurde, den wir Nusu nannten. Und Sunyei bekam am 22. Oktober die wunderhübsche kleine Siku – ihr Name bedeutet ‘Tag’ auf Kiswahili, und wir nannten sie so, weil sie in der Morgendämmerung das Licht der Welt erblickt hatte. Als Sunyei ihren Nachwuchs ins Stallgelände brachte, schien ihr der Tumult ein bißchen zu viel zu werden und sie lenkte ihr Baby auf die westliche Seite des Geländes, um es den Keepern in Ruhe vorzustellen.

 

Aufgrund der Trockenheit halten sich viele der Ex-Waisen, aber auch wilden Elefanten in der Nähe des Stallgeländes auf und waren vor Ort, um den Nachwuchs zu begrüßen. Es ist wirklich etwas ganz Außergewöhnliches, eine Elefantenherde, die außer sich vor Freude ist, zu beobachten. Die Luft war gefüllt mit lautem Trompeten und Heiterkeit. Zu Yoyos Kindermädchen gehören Sidai, Loijuk, Lenana, eine wilde Kuh, Chyulu und Ithumbah. Als Nusu geboren wurde, halfen Chyulu, Lenana und Olare allerdings Nasalot. Loijuk war Sunyeis Kindermädchen und begleitete sie überall hin. Innerhalb nur weniger Tage fanden sich Yoyo und Siku in nassen Umständen. Yoyo trottete in die Suhle und versetzte alle Kindermädchen und seine Mutter in Panik. Sie versuchten ihn hinauszuführen, ohne, daß er stürzte oder gar unterging. Yatta gelang es schließlich, mithilfe von Kinna, Chyulu, Makena, Sidai, Lenana, Ithumbah, Mwende und Mulika.  Die Wassertränke schien ebenfalls ein Risikobereich zu sein. Weil es so heiß war, versuchten Yoyo und Siku in die Tränke zu steigen, rutschten prompt aus und mußten herausgezogen werden. Der Wasserstand in der Tränke ist sehr flach und nicht wirklich eine Gefahr, aber es war interessant zu beobachten, wie schnell die Kühe reagierten. Für die jungen Mütter sind dies immer gute Lernerlebnisse, und man konnte daraufhin beobachten, daß sofort ein Kindermädchen oder eine Mutter zur Stelle war, wenn die Babys zu nah an die Suhle oder die Tränke kamen. Nusu scheint ebenfalls Gefallen am kühlen Naß zu haben, aber anders als Siku und Yoyo steigt er absichtlich hinein, um sich unterzutauchen. Es scheint ihm sehr viel Freude zu bereiten, ganz anders als seiner Mutter Nasalot! Head Keeper Benjamin mußte diesen Monat häufiger in die Stalltränke steigen, um einen badenden Nusu herauszuholen.

 

In der Waisenherde kündigen sich ein paar Veränderungen an. Laragai ist dem Ruf der Wildnis gefolgt und hat sich einer Herde angschlossen. Seit Kurzem begleitet sie jedoch die Waisen abends zurück ins Stallgelände. Laragai, Barsilinga, Kithaka und Garzi saufen keine Milch mehr und wir denken, daß es nicht mehr lange dauert, bis sie sich den Ex-Waisen anschließen und nachts nicht mehr ins Stallgelände kommen. Vielleicht kam Laragai mit den Waisen zurück, um Barsilinga, Kithaka und Garzi beim Übergang zu helfen? Lemoyian teilt sich das Gehege mit den Vieren, aber braucht immer noch seine Milch, und wird jetzt morgens außerhalb des Geheges gefüttert.

 

Die Keeper vergleichen Siangiki in letzter Zeit häufiger mit Laragai. Die beiden sind altersmäßig nur ein Jahr auseinander, aber beide Kühe tolerieren keine kindischen Bullenscherze. Beide werden von den anderen Waisen gefürchtet und respektiert, und wehren sich schnell, wenn sie sich bedrängt fühlen. Siangikis Freund Oltaiyoni ist und bleibt einer der ruhigsten und höflichsten Elefantenwaisen in Ithumba. Dieser Charakterzug wird besonders zur Fütterungszeit deutlich, wenn sie sich an die Seite stellt und auf die Zuteilung ihrer Milchflasche durch die Keeper wartet. Ihre Freunde dagegen versuchen meist alles, um möglichst schnell an ihre Flaschen zu kommen! Naseku liebt ihre Milch und gibt ihr Bestes, um bei der Fütterung ganz vorne zu stehen. Sie ist außerdem die Schnellste in der Gruppe und ein sehr fröhlicher und friedlicher Zeitgenosse.

 

Die Bullen spielen ihre üblichen Streiche und tragen ihre arttypischen Ringkämpfe aus, wann immer sie Gelegenheit dazu haben. Boromoko fordert oft seine männlichen Freunde heraus und provoziert immer wieder Rangeleien, indem er sich Artgenossen wie Galla oder Olsekki in den Weg stellt. Lemoyian liebt das Elefantenringen ebenfalls, überraschte Karisa einmal aus dem Hinterhalt und schubste ihn in die Wassertränke! An den heißen Tagen des Monats haben die Waisen manchmal zwei Mal täglich das Wasserloch zum Baden aufgesucht; einmal regulär mittags, wenn es auch die Milchflasche gibt, und ein zweites Mal abends auf dem Heimweg.

 


Orwa, Vuria and Narok 10/1/2017

Oltaiyoni scratching 10/1/2017

 


Olsekki sniffing at a wild bull 10/1/2017

Kamok soil bathing 10/1/2017

 


Chemi Chemi carrying a large bunch of lucerne 10/2/2017

Siangiki scratching 10/2/2017

 


Lemoyian plays with Boromoko 10/2/2017

Orok with the orpahns 10/2/2017

 


Kanjoro plays with Garzi 10/3/2017

Magnificent wild bulls at the stockades 10/3/2017

 


Enkikwe plays with Lemoyian 10/3/2017

Elephants wallowing 10/3/2017

 


Shukuru drinking with Dad and his friends 10/4/2017

Orphans all drinking water 10/4/2017

 


Siangiki playing with Kamok 10/4/2017

Garzi scratching on a termite hill 10/4/2017

 


Suguta chats with Wiva 10/5/2017

Sokotei plays with Enkikwe 10/5/2017

 


Galla riding on Boromoko 10/5/2017

Kamok leading the way 10/5/2017

 


Tusuja chewing on a branch 10/6/2017

Olare’s group smelling with their trunks up 10/6/2017

 


Kalama drinking with wild bulls 10/6/2017

Dupotto with Karissa 10/6/2017

 


Yoyo with Yatta and his nannies 10/7/2017

Little Yoyo with Yatta and nannies 10/7/2017

 


Yetu, Yoyo and Yatta 10/7/2017

Tight security for little Yoyo! 10/7/2017

 


Yatta’s baby Yoyo 10/7/2017

Kama plays with Naseku 10/8/2017

 


Kama begs Loijuk for some lucerne 10/8/2017

Yoyo, Yatta and Karisa 10/8/2017

 


Chyulu with Yoyo 10/8/2017

Galla and Ukame soil dusting 10/8/2017

 


Challa and Laragai 10/9/2017

Kinna, Kama and Gawa 10/9/2017

 


Yoyo with nannies 10/9/2017

Yoyo goes swimming 10/9/2017

 


Yoyo being helped out 10/9/2017

Karisa with Galla 10/10/2017

 


Dupotto relaxing with Tusuja 10/10/2017

Yatta’s group coming for mud bath 10/10/2017

 


Rescuing Yoyo from the water trough 10/10/2017

Wild mother elephant joins orphans to eat lucerne 10/11/2017

 


Sunyei in the lead 10/11/2017

Bongo with a wild elephant 10/11/2017

 


Naseku scratching 10/11/2017

Kama running in front of her herd 10/11/2017

 


Boromoko running in for his milk 10/12/2017

Olsekki plays with Boromoko 10/12/2017

 


One Tusk and Garzi 10/12/2017

Suguta walking into the mud bath area 10/13/2017

 


Kanjoro and Bomani playing around 10/13/2017

Evening wallowing session 10/13/2017

 


Naseku with Kama 10/14/2017

Enkikwe, baby Yoyo and Yatta 10/14/2017

 


Kama running from Sidai, Yoyo and Yatta 10/14/2017

Nasalot’s baby Nusu! 10/14/2017

 


Nasalot, her baby Nusu and Chyulu 10/14/2017

Karisa with a branch in his mouth 10/15/2017

 


Yoyo drinking milk 10/15/2017

Ukame scratching 10/15/2017

 


Tusuja playing with Boromoko 10/15/2017

Barsilinga playing with Kithaka 10/15/2017

 


Nusu and Nasalot 10/16/2017

Tusuja, Nusu and nanny Sidai 10/16/2017

 


Baby Gawa and Galana 10/16/2017

Kamok chats with Kama 10/16/2017

 


Nasalot, baby Nusu and Loijuk 10/16/2017

Galla sratching 10/17/2017

 


Olare, Yatta and Yoyo 10/17/2017

Ololoo plays with Chemi Chemi 10/17/2017

 


Orphans smelling wild elephants at mud bath 10/17/2017

Wild elephant chasing African wild dog 10/18/2017

 


Garzi playing on his own 10/18/2017

Siangiki browsing with Olsekki 10/18/2017

 


Roi browsing 10/18/2017

Naseku and Siangiki playing in the water hole 10/18/2017

 


Kamok scratching whilst holding some lucerne 10/19/2017

Yatta and her children Yoyo and Yetu 10/19/2017

 


Yoyo plays with Naseku 10/19/2017

Siangiki and Enkikwe in a dusting spot 10/19/2017

 


Sweet Barsilinga 10/19/2017

Shukuru left with a branch in her mouth 10/20/2017

 


Shukuru scratching on Dupotto 10/20/2017

Lemoyian leading 10/20/2017

 


Garzi and Barsilinga soil dusting 10/20/2017

Roi with a branch in her mouth 10/21/2017

 


Kamok scratching her belly 10/21/2017

Shukuru stretching  10/21/2017

 


Wendi with Wiva 10/21/2017

Boromoko blocking the way! 10/22/2017

 


Tiny newborn Siku 10/22/2017

Sunyei and Siku 10/22/2017

 


Siku leading Sunyei and Loijuk 10/22/2017

Tiny little Siku 10/22/2017

 


Sokotei playing with Lemoyian 10/23/2017

Wanjala and Karisa chewing on branches 10/23/2017

 


Sunyei with her baby Siku 10/23/2017

Lemoyian playing with Kithaka 10/23/2017

 


Mutara and Nusu 10/23/2017

Roi browsing  10/24/2017

 


Baby Nusu rolling in the soil 10/24/2017

Nasalot dusting herself 10/24/2017

 


Siku gets into the water trough 10/24/2017

Laragai drinking rain water 10/25/2017

 


Kitirua browsing with the orphans 10/25/2017

Naseku and Galla sucking on their trunks 10/25/2017

 


Karisa messing around 10/25/2017

Orphans join a wild bull to drink water 10/26/2017

 


Olsekki stepping on the water trough 10/26/2017

Orphans encounter buffalos 10/26/2017

 


Nusu and Nasalot 10/26/2017

Sirimon soil dusting 10/26/2017

 


Lemoyian scratching 10/27/2017

Galana leading 10/27/2017

 


Naisula with Ukame 10/27/2017

Lemoyian plays with Tusuja 10/27/2017

 


Shukuru talking to Barsilinga 10/28/2017

Mutara playing with Garzi 10/28/2017

 


Boromoko soil dusting 10/28/2017

Sokotei playing with Enkikwe 10/28/2017

 


Ex Orphan Rapsu 10/29/2017

Siangiki scratching 10/29/2017

 


Garzi playing with Sokotei 10/29/2017

Orphans wallowing 10/29/2017

 


Boromoko sharing food with Kamok 10/30/2017

Sokotei playing with Sirimon 10/30/2017

 


Enkikwe chatting with Karisa 10/30/2017

Gawa chats with Enkikwe 10/31/2017

 


Kibo plays with Garzi 10/31/2017

Naseku in a funny charging mood 10/31/2017

 


Chyulu, baby Siku and Sunyei 10/31/2017

Oltaiyoni relaxing  10/31/2017

 

Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: Oktober 2017

 

Schon vier Jahre ist es her, daß die Auswilderung im Kibwezi-Wald in Umani Springs errichtet wurde. Der Wald wird als Schutzgebiet gemeinsam vom David Sheldrick Wildlife Trust und der kenianischen Forstbehörde verwaltet. Der Erfolg des Projektes wurde von Anfang an deutlich: Nachdem die Waldgrenzen 73 Kilometer bis in den Chyulu Nationalpark eingezäunt wurden, schossen die Tierzahlen in die Höhe, illegale Aktivitäten inklusive Wilderei fielen drastisch ab. Der Zaun schützt die umliegenden Dörfern vor Elefanten, die die Ernte zerstören, und die Wartung des Zauns schafft zeitgleich Arbeitsplätze. Wilde Elefanten gibt es viele in diesem wunderschönen Waldgebiet, also auch jede Menge, fast tägliche wichtige Begegnungen für unsere Elefantenwaisen. Das Waldreservat lebt von der Umani-Quelle, einer natürlichen und fruchtbaren Oase. Süßwasser, das zuvor durch das poröse Lavagestein der Chyulu-Berge gesickert ist, plätschert hier ganzjährig. Affenbrotbäume sieht man hier eher selten, dafür gigantische Feigenbäume, von denen es hier etwa 12 verschiedene Arten gibt und die ein guter Indikator für einen hohen Grundwasserspiegel sind.

 

Obwohl die Waisen fast täglich wilden Elefanten begegnen, sind die wilden Herden immer noch skeptisch gegenüber den Menschen und halten sich von den Waisen fern, wenn die Keeper bei ihnen sind. Die versuchen, den Abstand möglichst groß zu halten, um den Austausch zu ermöglichen. Zu weit entfernen woollen sie sich allerdings auch nicht, denn die wilden Elefanten sind unberechenbar in ihrem Verhalten. Manchmal verlaufen die Begegnungen ganz friedlich und die Waisen spielen und rangeln mit ihren wilden Altersgenossen. Aber es kam auch schon vor, daß die wilden Elefanten zu grob wurden und die Keeper einschreiten mußten. Ziwa schloß sich eines Tages für ein paar Stunden einer wilden Herde an. Vielleicht haftete noch der Geruch der Keeper an ihm, denn irgendwann schubsten sie ihn mit ihren langen Stoßzähnen. Die Keeper riefen nach ihm und er kehrte mit Schrammen auf Körper und Ego zu seiner Herde zurück!

 

Die inzwischen 6-jährige Sonje und die 8-jährige Murera haben schon länger das Interesse der wilden Bullen geweckt. Sie lockten sie einmal von ihrer Herde weg und selbst die Keeper konnten sie nicht zurückholen, denn die Bullen verstellten ihnen den Weg. Mithilfe von Lima Lima, Alamaya und Zongoloni entkamen die Beiden schließlich ihren aufdringlichen Verehrern und kehrten zu den Keepern und der Herde zurück. Lima Lima braucht noch ein bißchen Übung im Umgang mit wilden Elefanten. Sie spielt liebend gerne mit den wilden Babys, ist aber schnell zu enthusiastisch und zieht dann auch mal an dem ein oder anderen Elefantenschwanz! Das wird von den argwöhnischen Elefantenmüttern nicht so gerne gesehen! Anfang des Monats, als es war noch heiß und humid war, war Lima Lima der Star des Wasserlochs. Kurz nachdem die Regenzeit begonnen hatte, hatte sie neben der Suhle ihr eigenes kleines Schlammbad gebuddelt, in der nur ein Elefant Platz hatte. Sie konnte nicht genug bekommen, und die anderen Waisen mußten nach dem Baden lange auf sie warten, bis sie wieder Grasen gehen konnte. Leitkuh Sonje mußte das Gesuhle schließlich abbrechen! Lima Lima ist auch nach wie vor der gierigste Elefant in der Herde und muß regelrecht zurückgehalten werden, damit sie die Anderen beim Fressen in Ruhe läßt. Quanza scheint das Interesse an ihrer Milchflasche langsam zu verlieren und frißt lieber ein bißchen mehr Grünzeug. Mit ihren sechs Jahren ist das aber auch vollkommen okay.

 

Die Regenzeit schien die Waisen zu überraschen und sie wollten anfangs am Morgen gar nicht aus ihren Ställen herauskommen. Mwashoti und Murera schien das kältere Wetter am meisten zu beeinflussen. Sie haben alte Beinverletzungen, die in der Kälte wahrscheinlich schmerzen. Die beiden und Sonje können deswegen oft nur langsam hinter der Herde herlaufen, besonders an steilen Aufstiegen. Bevor es auf die Tageswanderung geht, wärmen sie daher morgens regelrecht ihre Muskeln auf, damit sie mit den anderen mithalten können. Wir sind trotzdem sehr dankbar, daß es endlich regnet. Die Gegend war trotz Umani-Quelle trocken geworden und Buschfeuer drohten sich von den Chyulu-Bergen her auszubreiten. Viele wilde Elefanten kamen während der Feuer nach Kibwezi, während unsere Chyulu-Wildhüter und die Ranger der Kenianischen Wildtierbehörde (Kenya Wildlife Service) die Feuer bekämpften. Mehr als 50 Privatpersonen finanzierten den Einsatz, den die Männer kämpften und der den Kibwezi-Wald vor dem zerstörerischen Feuer bewahrte.

 

Alamaya und Mwashoti wachsen stetig und werden jetzt öfter dabei beobachtet wie sie versuchen, Sonje und Lima Lima zu besteigen, wann immer sie die Beiden einmal hinlegen. Wenn die Leitkühe dazwischen gehen, werden die beiden Jungbullen sauer und beginnen die Kühe zu schubsen. Jetzt rächt sich, daß sie als Babys von den Kühen immer so verhätschelt wurden! Die Elefanten pflücken Blätter von den Bäumen und halten sich fern von den ungestümen Bullen wie Ngasha, Faraja und Jasiri. Ngasha nervt Alamaya damit, seinen Schwanzstummel anzufassen, was Alamaya überhaupt nicht leiden kann! Die Leitkühe haben allerdings immer ein Auge auf solcherlei Fehlverhalten!

 


Sonje enjoying a scratch between the trees 10/1/2017

Orphans at the water trough 10/1/2017

 


Mwashoti playing with Sonje 10/1/2017

Faraja in the shade 10/2/2017

 


Murera leads Zongoloni to Chyulu Hills 10/2/2017

Thirsty orphans at the water hole 10/2/2017

 


Limalima takes a break from the heat 10/3/2017

Orphans at the waterhole 10/3/2017

 


Orphans in the grasslands 10/3/2017

Playful orphans in the morning 10/4/2017

 


Orphans browsing 10/4/2017

Orphans walking home 10/4/2017

 


Mwashoti taking food out of Murera’s mouth 10/5/2017

Murera stops for a scratch 10/5/2017

 


Sonje catches a wild animal smell 10/5/2017

Alamaya enjoying lucerne 10/6/2017

 


Mwashoti arrives at the waterhole 10/6/2017

Ziwa and Ngasha 10/6/2017

 


Orphans enjoy pellets 10/7/2017

Jasiri and friends arrive at dustbath 10/7/2017

 


Murera browses with Alamaya 10/7/2017

Sonje waiting for Mwashoti 10/8/2017

 


Faraja browsing 10/8/2017

Ziwa peeling bark 10/8/2017

 


Ziwa leads orphans to Chyulu Hills 10/9/2017

Mwashoti finishing his milk 10/9/2017

 


Zongoloni walking after milk feed 10/9/2017

Orphans at the lucerne corner 10/10/2017

 


Jasiri waiting for friends to finish their milk 10/10/2017

Alamaya leading Murera 10/10/2017

 


Quanza picking up lucerne 10/11/2017

Faraja feeling sleepy 10/11/2017

 


Ngasha looking for soft branches 10/11/2017

Orphans at the water trough early morning 10/12/2017

 


Orphans cooling off in the mud 10/12/2017

Orphans enjoy dust bath time 10/12/2017

 


Sonje splashing water with her trunk 10/13/2017

Alamaya trying to rub belly on Sonje 10/13/2017

 


Limalima trying to get up 10/13/2017

Ziwa browsing in the forest 10/14/2017

 


Murera leads babies into the shade 10/14/2017

Alamaya leaves the waterhole with Ziwa 10/14/2017

 


Playful babies in the morning 10/15/2017

Quanza can smell some wild friends 10/15/2017

 


Mwashoti dusts and flaps his ears 10/15/2017

Mwashoti getting ready to follow Murera 10/16/2017

 


Ziwa blowing dust 10/16/2017

Faraja browsing 10/16/2017

 


Limalima picks an acacia branch 10/17/2017

Alamaya looking for Zongoloni 10/17/2017

 


Murera browsing 10/17/2017

Quanza looking for Sonje in the forest 10/18/2017

 


Mwashoti following Sonje into the bush 10/18/2017

Ziwa cools off in the shade 10/18/2017

 


Orphans after lucerne feed 10/19/2017

Sonje persuades Mwashoti and Limalima to join her 10/19/2017

 


Zongoloni solo browsing 10/19/2017

Murera browsing 10/20/2017

 


Sonje dusting 10/20/2017

Alamaya and Mwashoti pushing games 10/20/2017

 


Murera waiting for feed time 10/21/2017

Murera leaves after dusting 10/21/2017

 


Limalima enjoys her lucerne in a private spot 10/21/2017

Ngasha scratching neck 10/22/2017

 


Ziwa trying to push down on Ngasha 10/22/2017

Sonje takes a break from the heat 10/22/2017

 


Mwashoti scratching 10/23/2017

Murera pulls down soft branches for Mwashoti 10/23/2017

 


Jasiri holding sticks and waiting for Alamaya 10/23/2017

Limalima finds green palms 10/24/2017

 


Ngasha drying his body 10/24/2017

Bushbuck in the forest 10/24/2017

 


Ziwa walking to bottle feed 10/25/2017

Ngasha testing if the water is warm 10/25/2017

 


Babies at the mudbath 10/25/2017

Orphans scratching in the morning 10/26/2017

 


Quanza in the forest 10/26/2017

Sonje playing with the water 10/26/2017

 


Ziwa and Limalima morning games 10/27/2017

Sonje watches over Mwashoti 10/27/2017

 


Orphans walking home 10/27/2017

Keeper with Murera 10/28/2017

 


Jasiri breaking big branches 10/28/2017

Limalima waiting for Alamaya 10/28/2017

 


Sonje scratches hind leg 10/29/2017

Ngasha at the water trough 10/29/2017

 


Jasiri and Ngasha fighting for scratching space 10/29/2017

Ziwa and Ngasha getting ready to fight 10/30/2017

 


Babies peeling acacia bark 10/30/2017

Ngasha and Ziwa on top of the Hills 10/30/2017

 


Quanza in a playful mood 10/31/2017

Jasiri dusting 10/31/2017

 


Alamaya blowing bubbles 10/31/2017

 

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