Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Februar 2018

 

Unsere Besucher sind immer wieder beeindruckt davon, daß die Keeper wirklich alle ihre Schützlinge unterscheiden können. Aber sie verbringen nun mal auch Tag und Nacht mit ihnen und kennen sie daher in- und auswendig. Und damit meinen wir nicht nur die kleinen und großen körperlichen Unterschiede, sondern die charakterliche Vielfalt in der Herde! Die Keeper sagen immer, es sei genauso wie bei ihren zweibeinigen Kindern, alle sind verschieden.

Mapia zum Beispiel kann man besonders in der Nacht gut von den anderen unterscheiden, denn er weckt immer alle auf, wenn es Milch gibt. Er klopft und brüllt so laut, daß sogar Maxwell aufwacht, dessen Gehege auf der anderen Seite des Grundstücks liegt! Der Krach macht natürlich alle, inklusive der Keeper, nervös und die Keeper versuchen jetzt schon immer, ihn vor der eigentlichen Fütterung zu beruhigen. Ein anderer Elefant mit merkwürdigen Angewohnheiten zur Fütterungszeit ist Mteto. Sobald sie ihre Flasche sieht, fängt sie mit Brüllen an. Das hört auch nicht auf, während sie auf die Flasche zurennt, und nicht, während sie sie austrinkt! Sie verschüttet dabei überall Milch und die Keeper haben sich mittlerweile angewöhnt, sich ein wenig weiter weg von ihr zu stellen… und fragen sich, wann sie endlich damit aufhört!

 

Maisha steht jedes Mal zur Fütterung an der Suhle an exakt der gleichen Stelle – in der unteren Ecke. In letzter Zeit leistete ihr Tamiyoi Gesellscahft, und eines Morgens fand sie sowohl Tamiyoi und Maktao auf ihrem Platz. Als die beiden sich partout nicht wegbewegen wollten, wurde sie sehr ärgerlich und schubste Maktao schließlich so sehr sie konnte. Was sie nicht bedacht hatte, war, daß Maktao selber eine Schrulle hatte – nämlich Schwänzebeißen, wenn er sich bedrängt fühlt!! Damit war der Streit auch schnell vorbei. Maktao wendet diese Methode zur Konfliktbewältigung in letzter Zeit häufig an, aber die Hilferufe von unschuldigen Opfern bleiben bei den älteren Kühen wie Godoma, Mbegu, Malkia oder Tagwa natürlich nicht ungehört. Sie kommen sofort und sehen nach dem Rechten, und meistens verzieht sich Maktao bevor er bestraft werden kann!

 

Enkesha ist ein durchtriebener kleiner Elefant geworden. Sie tut so, als würde sie morgens mit den anderen in den Busch ziehen, schleicht sich dann aber davon und frißt irgendwo zwischen dem Stallgelände und dem Parkplatz. Kamok hatte ihrerzeit die gleiche Angewohnheit! Als die Keeper merkten, daß Enkesha verschwunden war, wußten sie daher genau wo sie zu suchen hatten. Eines Morgens hat sie sich selber verraten, weil sie unbedingt die Warzenschweine verjagen mußte, die sich den gleichen Freßplatz ausgesucht hatten.

 

Ndotto hat seinen eigenen Kopf entwickelt, ein Zeichen dafür, daß er erwachsen wird. Er hört nicht mehr sofort auf die Rufe der Keeper, wenn er gerade irgendwo frißt oder gar mit Ndiwas Gruppe in den Wald gezogen ist. Trotzdem ist er nach wie vor ein sehr gutmütiger kleiner Bulle und hängt sehr an seinen Keepern. Seine Freunde Lasayen, Ngilai und Mundusi zeigen mitunter jetzt die gleichen Anzeichen vom Erwachsenwerden. Einige der Waisen sind nicht so gesellig wie andere, so zum Beispiel Kuishi. Sie stänkert nicht proaktiv, kann es aber nicht ausstehen, wenn ihr jemand dumm oder beim Spielen zu nahe kommt. Vielleicht ist sie auch nur neidisch, aber trotzdem schubst sie jeden weg, der ihr körperlich zu nahe kommt!

 

Kiko ist diesen Monat meist seiner eigenen Wege in den Wald oder die Savanne des Nationalparks gegangen. Aber manchmal mischte er sich auch unter die Elefantenbabies. Die sind nicht immer hellauf begeistert, wenn er auftaucht. Manch einer versucht ihn sogar zu verjagen, was meistens nicht funktioniert, und so ignorieren sie ihn meistens einfach. Besonders verspielte Waisen wie Malima starten Scheinangriffe und besonders freche kleine Kühe wie Kiasa versuchen seine schlacksigen Beine anzufassen. Esampu kann sich natürlich kaum zurückhalten, und es ist ihr relativ ernst mit ihren Platzverweisen, so daß Kiko manchmal wirklich das Weite sucht. Eines Tages tauchte er nach langer Zeit mal wieder zur öffentlichen Besucherstunde auf. Die Keeper waren sofort in Alarmbereitschaft versetzt, denn niemand weiß, wie er reagiert und er ist ja mittlerweile ziemlich groß! Zu unserer aller Überraschung war er sehr friedlich, fraß ganz unauffällig und akzeptierte trotz all der Besucher sogar eine Milchflasche! Als die Besucherstunde vorbei war, spazierte er einfach mit den Elefantenwaisen zurück in den Busch, als wäre das die ganz normale tägliche Routine.

 

Die Nashörner: Maxwell hat das warme Wetter genossen und sich regelmäßig auf den Rücken gelegt und alle Viere von sich gestreckt, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Manchmal jagt er die Warzenschweine, besonders, wenn sie sich an seinen Luzernepellets vergreifen wollen. Aber manchmal läßt er sie einfach gewähren und sogar aus seiner Traufe fressen! Vielleicht fühlt er sich mittlerweile einfach zu alt, sie ständig zu verjagen. Seine Freude am 15. Februar, als plötzlich seine Freundin Solio auftauchte, schwang schnell in Unmut um, als er bemerkte, daß sie einen wilden Nashornbullen im Schlepptau hatte! Er war außer sich, daß ein anderer Bulle in sein Revier eindrang und begann, schnell sein ganzes Gehege zu markieren. Der wilde Bulle blieb zurück, als Solio völlig entspannt ins Stallgelände spazierte und nach ihrer Menschenfamilie Ausschau hielt. Die Freude war groß, als sie sie endlich gefunden hatte. Ihr wilder Gefährte beobachtete das ganze fasziniert aus sicherer Entfernung.

 


Little bull Mapia 2/1/2018

Mapia with his funny ears 2/1/2018

 


Mteto playing with her trunk 2/1/2018

Kiko in the stockade compound 2/1/2018

 


Mbegu with Musiara 2/2/2018

Lovely Mbegu 2/2/2018

 


Ndotto out in the bush 2/2/2018

Lasayen in a playful mood 2/2/2018

 


Tagwa out exploring 2/3/2018

Tagwa with Emoli 2/3/2018

 


Funny little Ambo 2/3/2018

Mapia dusting 2/3/2018

 


Musiara has been missing his friend Luggard 2/4/2018

Poor Luggard hasn’t been feeling well 2/4/2018

 


Maisha is a lovely girl 2/4/2018

Kuishi isn’t as social as the other elephants 2/4/2018

 


All the orphans walking out to browse 2/5/2018

Sagala warned the others 2/5/2018

 


Mundusi ran past the keepers 2/5/2018

Malkia led the others in the group 2/5/2018

 


Kiasa was very funny 2/6/2018

Kiasa playing 2/6/2018

 


Jotto was in a playful mood 2/6/2018

Ambo sees his friend Jotto 2/6/2018

 


The orphans were all in a hurry today! 2/7/2018

Ndotto came out looking for his milk 2/7/2018

 


Sweet Enkesha 2/7/2018

Ndiwa wanted her milk early 2/7/2018

 


Sattao with Mbegu 2/8/2018

Sattao and Mbegu 2/8/2018

 


Murit playing on a tree 2/8/2018

Naughty Maktao has taken to biting! 2/8/2018

 


Maxwell lying in the sun 2/9/2018

Maxwell eating his lucerne pellets 2/9/2018

 


Malima and Musiara 2/9/2018

Lovely Malima 2/9/2018

 


Independent Ndotto 2/10/2018

Esampu with Malima 2/10/2018

 


Sana Sana stayed away from the mud hole 2/10/2018

Sana Sana having her milk bottle 2/10/2018

 


Luggard has stayed with the Keepers in the forest 2/11/2018

Maisha loves her milk bottle 2/11/2018

 


Esampu was cross with Maisha 2/11/2018

Sattao with his beloved keepers 2/11/2018

 


Shukuru improves every day 2/12/2018

Sana Sana with Mbegu 2/12/2018

 


Sagala with Ndiwa 2/12/2018

Funny little Musiara 2/12/2018

 


Jotto out in the bush 2/12/2018

Kiko walked to the bush to browse 2/13/2018

 


Kiko walking out with the orphans 2/13/2018

Malima in a playful mood 2/13/2018

 


Sattao in the bush 2/13/2018

Esampu did not spare poor Kiko! 2/13/2018

 


Enkesha has been a tricky baby in the morning 2/14/2018

Enkesha enjoying her browse 2/14/2018

 


Max chasing warthogs 2/14/2018

Luggard was feeling a bit better 2/14/2018

 


Sagala, Ndiwa and Mundusi 2/15/2018

Sagala browsing 2/15/2018

 


Mapia on the left running with Ndotto 2/15/2018

Max was not happy to see the visitor! 2/15/2018

 


Orphans soil dusting 2/16/2018

Shukuru wanted her milk early 2/16/2018

 


Shukuru browsing with Maisha 2/16/2018

Orphans walking out to the forest 2/16/2018

 


Maisha has her own special place to stand 2/17/2018

Sweet Tamiyoi 2/17/2018

 


Maktao was in Maisha’s way 2/17/2018

Godoma came to see what was going on 2/17/2018

 


Godoma is a lovely mini matriarch 2/17/2018

Musiara going to Maktao 2/18/2018

 


Murit in a playful mood 2/18/2018

Lasayen and Murit playing 2/18/2018

 


Kuishi browsing 2/18/2018

Mteto playing around 2/18/2018

 


Mundusi trying to sneak away 2/19/2018

Sagala 2/19/2018

 


Mapia dusting 2/19/2018

Ndiwa browsing 2/19/2018

 


Malkia all muddy 2/20/2018

Emoli, Malima and Kiasa in the mud 2/20/2018

 


Little Maisha was quite hot 2/20/2018

Esampu and Musiara 2/20/2018

 


Lasayen going to soil dust 2/21/2018

Godoma feeding on a bush 2/21/2018

 


Ngilai soil dusting 2/21/2018

Tamiyoi out in the bush 2/21/2018

 


Ngilai running 2/21/2018

Murit relaxing and enjoying a branch 2/22/2018

 


Murit out in the forest 2/22/2018

Esampu in a charging mood 2/22/2018

 


Sana Sana with Mapia behind 2/22/2018

Sagala has been naughty at feeding times 2/23/2018

 


Mbegu, Sattao, Maktao and Kuishi 2/23/2018

Mbegu did not want to listen to the keepers 2/23/2018

 


Mbegu leading the herd 2/23/2018

Tamiyoi loves lucerne pellets 2/24/2018

 


Musiara and Malima 2/24/2018

Musiara with Godoma behind 2/24/2018

 


Murit out browsing 2/24/2018

Kiko out in the forest 2/25/2018

 


Kiko in the forest with the orphans 2/25/2018

Godoma with Musiara 2/25/2018

 


Poor Enkesha got stuck today 2/25/2018

Mapia was in a playful mood 2/26/2018

 


Jotto out in the bush 2/26/2018

Musiara was sad to leave his friend 2/26/2018

 


Musiara with Godoma 2/26/2018

Tagwa sneaking away with Ndiwa 2/27/2018

 


Ndiwa is a sneaky girl 2/27/2018

Maktao went to chase the warthogs 2/27/2018

 


Esampu went to help Maktao 2/27/2018

Sana Sana with muddy legs 2/27/2018

 


Lasayen out in the bush 2/28/2018

Ngilai is also acting more independent 2/28/2018

 


Ambo wasn’t very nice to Emoli 2/28/2018

Emoli with Tagwa behind 2/28/2018

 

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: Februar 2018

 

Am 9. März erwartete uns eine große Überraschung an der Suhle, als Ex-Waise Seraa mit einem winzigen Elefantenkälbchen an ihrer Seite den Berg herunterspaziert kam. Die Keeper waren außer sich vor Freude, „Elefantenenkel“ Nummer 29, einen kleinen Bullen, kennenzulernen. Die Voi-Keeper waren gerade dabei, die Milchflaschen für die Mittagsfütterung fertig zu machen, als sie den Winzling sahen wie er in Begleitung seiner Mutter Seraa und seinen aufmerksamen Kindermädchen, den Ex-Waisen Lesanju, Lempaute, Layoni, Dabassa, Sinya, Wasessa und Ndara mit ihrem eigenen Nachwuchs, dem kleinen Bullen Neptun angestapft kam. Obwohl es mittlerweile schon fast regelmäßig passiert, sind wir jedes Mal überwältigt vor Freude und Dankbarkeit, wenn uns eine unserer Ex-Waisenkühe ihren Nachwuchs vorstellt. Es ist einfach ein unschätzbares Privileg und ein Zeichen von Vertrauen und Liebe. Es gibt für die Keeper und den Rest des Teams im David Sheldrick Wildlife Trust keine größere Belohnung für unsere tägliche Arbeit im Kampf gegen das Artensterben. Es sind Momente wie dieser, die wir in unserem mittlerweile 40 Jahre alten Projekt am meisten feiern und genießen. Es gibt einfach nichts Schöneres für uns als ein Waisenelefant, der selbst als Neugeborenes in unsere Nursery kam, erfolgreich ausgewildert werden konnte und jetzt eigenen Nachwuchs hat. Seraas kleiner Junge war natürlich perfekt, sogar mit seinem leicht schiefen Schwanz. Wir denken, daß er am 9. März ein bis zwei Tage alt war. Wir nannten den kleinen Kerl Solar, weil während der gesamten Tragezeit eine brutale Dürre seine Heimat Tsavo-Ost im Griff hatte.

 

Junge Elefantenkühe haben schon sehr früh ein ausgeprägtes Interesse an noch jüngeren Herdenmitgliedern. Sie überschütten sie bei jeder Gelegenheit mit Aufmerksamkeit und Zärtlichkeiten, und unsere Waisen sind da keine Ausnahme. Es beginnt schon in der Nursery, sobald (manchmal auch nur unwesentlich) jüngere Neuzugänge ankommen und die Älteren sie beschützen wollen. Es gibt Kühe, die sind mehr vernarrt in Babys als andere und man kann ohne Zweifel behaupten, daß bei uns Kihari, Kenia und Ndii den am ausgeprägtesten Mutterinstinkt haben. Ihnen folgen mit geringem Abstand Panda, Ishaq B und Mbirikani. Diese sechs Waisen werben hauptsächlich um die Zuneigung von Tahri und Araba, obwohl eigentlich alle wissen, daß Tahri von Ndii und Araba von Kenia „adoptiert“ wurde. Es ist wirklich rührig, zu beobachten, wie sich diese engen Beziehungen entwickeln, besonders wenn man weiß, diese Freundschaften sind für die Ewigkeit. Es ist einfach herzerweichend, wenn man Ndii dabei beobachtet, wie sie ihren Rüssel auf Tahris Rücken legt und die beiden manchmal studenlang, ganz versunken, einfach so dastehen.

 

Unser großer Ajali ist ein perfektes Beispiel dafür, wie freundlcih auch ältere Elefantenwaisen miteinander umgehen. Er kam im Alter von sechs Jahren bei uns an, also schon relativ alt, nachdem er auf dem Mombasa-Nairobi-Highway von einem Lkw angefahren worden und schwer verletzt war. Einer seiner Brustkörbe war zertrümmert und Dr. Poghon war erst skeptisch, ob er es überhaupt schaffen würde. Unsere Waisen haben ihn sofort und gerne bei sich aufgenommen, so als würde er schon immer dazugehören. Obwohl er schon sechs Jahre alt war, hat er sich nach seiner Genesung dafür entschieden, noch hier bei der Waisenherde zu bleiben statt wieder zu seiner wilden Herde zurückzukehren. Aber in letzter Zeit scheint der Ruf der Wildnis wieder stärker zu werden. Er zieht immer wieder mit Pasaka und Nguvu los, zwei Waisen, die auch schon älter waren, als sie zu uns kamen. Aber sie kehren immer wieder zurück, wahrscheinlich wegen ihrer Freunde in der Auswilderungsstation in Voi. Ajali frisst jetzt gerne für sich und braucht keine Milch mehr. Sein Freund Nguvu dagegen ist noch nicht vollständig abgesetzt, so daß auch Ajali immer wieder ins Stallgelände kommt. Aber wann immer sich die Gelegenheit bietet, Zeit mit wilden Herden zu verbringen, nutzt er sie. Allerdings nur, bis er seine Waisenherde aus den Augen verliert!

 

Der Monat war gefüllt mit Wiedersehensfreude. So besuchte zum Beispiel Ex-Waise und mittlerweile stattlicher Bulle Laikipia die Waisen einmal an der Suhle. Zuerst rannten die Waisen aufgescheucht aus dem Wasser, aber als er sie begrüßte, erkannten sie ihn und die Freude war groß. Gegen Ende des Monats kamen Layoni und Dabassa nach drei Wochen wieder einmal ins Stallgelände und hatten Emilys und Lesanjus Herden im Schlepptau. Leider waren die Waisen gerade unterwegs, aber die Keeper haben sich trotzdem gefreut.

 

Grund zur Freude bot auch das Wetter, denn gegen Ende des Monats kündigte sich Regen an. Nach Monaten von Hitze und Trockenheit ziehen jetzt wenigstens die Regenwolken auf. Wenn es bewölkt ist, können die Elefanten auch besser nach Futter suchen und müssen sich nicht ständig im Schatten unterstellen. An ihre Wasserstelle lassen sie nach wie vor kein anderes Tier, und es scheint tatsächlich eine Art Hierarchie in der Natur zu geben, in der die Elefanten offenbar sehr weit oben stehen! Eine Herde Zebras stand eines Tages neben dem Wasserloch während sich Embu und Tundani beim Baden vergnügten. Ein anderes Mal verjagten Kihari und Naipoki eine Herde Büffel, die sich erdreisteten während der Badestunde zu stören. Die Büffel mussten geduldig warten bis die Elefanten fertig waren, erst dann durften sie sich dem Wasser nähern und in Ruhe saufen.

 

Elefanten sind auch recht schreckhaft und manchmal braucht es nur ein kleines Geräusch und die Herde flippt komplett aus. Diesen Monat war der Grund unsere anderen Waisen – Ngulia (Zebra), Kore und Tawi (Elenantilopen). Sie lieferten sich ein Wettrennen von ihren Ställen, und das reichte aus, um unsere nichtsahnenden und ins Fressen vertieften Elefantenwaisen in Aufruhr zu versetzten. Sie stoben mit Riesenkrach in alle Richtungen davon, aber als sie bemerkten, daß sich sich vor ihren eigenen Freunden erschrocken haben, schienen sie peinlich berührt und zogen sich ohne weiteren Kommentar in den Busch zurück. Oltukai, unser Büffelkalb, hat sich diesen Monat mit Ngulia, Kore und Tawi angefreundet. Die waren zuerst ein wenig ängstlich, weil er sie recht plump und grob begrüßt hatte, aber mittlerweile kann man sie oft beim gemeinsamen Spielen beobachten.

 


Araba pacifying Ndii 2/1/2018

Araba sliding around at mud bath 2/1/2018

 


Mbirikani finds a scratching post 2/1/2018

Ishaq-B finds a tree to scratch against 2/2/2018

 


Kenia rests foot against the water trough 2/2/2018

Kihari and Panda at mud bath 2/2/2018

 


Kenia at bottle feed 2/3/2018

Nelion scratches belly on a fallen tree 2/3/2018

 


Panda dusting 2/3/2018

Laikipia visits the orphans at mud bath 2/4/2018

 


Ishaq-B and Ndii greeting Laikipia 2/4/2018

Laikipia scratches against a tree after mud bath 2/4/2018

 


Kenia dusting 2/5/2018

Mashariki at mud bath 2/5/2018

 


Ndii leaving the mudbath area 2/5/2018

Suswa waiting for her friends 2/6/2018

 


Ndii holding Tahri close 2/6/2018

Orphans waiting for their 11am bottle feed 2/6/2018

 


Bada sharpening his tusks 2/7/2018

Tundani and Bada engage in a pushing match 2/7/2018

 


Tahri pleading with Tundani to stop 2/7/2018

Ndoria browsing 2/8/2018

 


Panda running for milk bottle 2/8/2018

Ndii angry at being left behind 2/8/2018

 


Seraa arrives with Solar 2/9/2018

Wasessa keeping a close eye on Solar 2/9/2018

 


Seraa and Solar enjoying the mud-bath 2/9/2018

Naipoki finds a quiet browsign spot 2/10/2018

 


Ndii moving up hill away from the others  2/10/2018

Nguvu looking for his friends 2/10/2018

 


Orphans at the water trough 2/11/2018

Tundani enjoying scratching up against a tree 2/11/2018

 


Kenia at mud-bath 2/11/2018

Bada dusting games 2/12/2018

 


Ndoria dusting games away from the others 2/12/2018

Panda cooling off in the water 2/12/2018

 


Ndoria browsing 2/13/2018

Mbirikani trying to greet the wild bull 2/13/2018

 


Wild bull a the Baobab water trough 2/13/2018

Suswa dusting 2/14/2018

 


Tundani browsing 2/14/2018

Panda pushing Arruba into the cold water 2/14/2018

 


Rorogoi after dusting 2/15/2018

Suswa wal games 2/15/2018

 


Panda enjoying bath time 2/15/2018

Ajali private browsing 2/16/2018

 


Embu browsing 2/16/2018

Kenia follows Ajali and Embu 2/16/2018

 


Bada can smell the milk bottles 2/17/2018

Tahri lifting trunk to greet Ndii 2/17/2018

 


Arruba enjoying a scratch after milk feed 2/17/2018

Ndii running to the waterhole 2/18/2018

 


Embu in a playful mood 2/18/2018

Arruba scratching belly against fallen tree 2/18/2018

 


Lentili leading the orphans to browse 2/19/2018

Bada and Mashariki mud bath games 2/19/2018

 


Ngulia and Kore at the stockades 2/19/2018

Panda pushing Arruba from behind 2/20/2018

 


Tundani resting his feet 2/20/2018

Wild elephant herd visits the Baobab waterhole 2/20/2018

 


Nelion curious about the wild bull 2/21/2018

Wild bull curious about the orphans 2/21/2018

 


Lentili amongst the wild elephant herd 2/21/2018

Orphans at milk feed 2/22/2018

 


Kihari running towards the Keepers for his bottle 2/22/2018

Mudanda stops for a scratch after milk feed 2/22/2018

 


Nguvu drinking water 2/23/2018

Araba playing in a small hole 2/23/2018

 


Panda, Tahri and Kenia 2/23/2018

Orphans at the mudbath 2/24/2018

 


Suswa and Rorogoi at the Baobab water trough 2/24/2018

Mbirikani rubbing up against a tree 2/24/2018

 


Oltukai and Ngulia enjoying lucerne pellets 2/25/2018

Bada mudbath games 2/25/2018

 


Ndii finds a stick to play with 2/25/2018

Ishaq-B at bottle feed 2/26/2018

 


Arruba at bottle feed 2/26/2018

Kihari enjoying wallowing 2/26/2018

 


Panda resting trunk on a rock 2/27/2018

Naipoki and Kihari chasing the buffalo 2/27/2018

 


Ngulia and Oltukai playing 2/27/2018

Panda dusting games 2/28/2018

 


Ajali rubbing his back 2/28/2018

Panda watching over Tahri 2/28/2018

 

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: Februar 2018

 

Unsere Waisen erinnern uns in aller Regelmäßigkeit daran, daß Elefanten wirklich bemerkenswerte Tiere sind, und daß obwohl wir so viel Zeit wir mit ihnen verbringen, sie noch lange nicht verstanden haben. Unsere älteren Waisen, die jetzt in den verschiedenen Auswilderungsstationen leben, wurden von überall her im Land gerettet. Bis auf Faraja und Jasiri, ist keines der Waisen mit dem anderen verwandt. Dennoch stehen sie sich so nahe, wie eine Familie. Freundschaften unter Elefanten halten ein Leben lang und diese Beziehungen sind der Grundstein der Elefantengesellschaft.

 

Wir wurden am 1. Februar genau daran erinnert, als einer der Keeper am frühen Morgen Krawall von einem der ausgetrockneten Flußbetten nur wenige Kilometer entfernt von Ithumba hörte. Zuerst dachten wir einfach, daß es sich um Elefantenbullen handelte, die brünstigen Kühen nachstellen, und haben uns nichts weiter dabei gedacht. Aber später am selben Vormittag kam die 12-jährige Ex-Waisenkuh Makena (aus Wendis Herde) zusammen mit Enkikwe aus Laragais halb-ausgewilderter Herde sowie den Ex-Waisenbullen Rapsu und Tumuren ins Stallgelände. Die Keeper haben sich gewundert, daß diese älteren Ex-Waisen aus verschiedenen Herden plötzlich zusammen mit Enkikwe auftauchten, der ja erst in letzter Zeit mit Laragai zusammen eigene Wege ging. Die Keeper bemerkten, daß Makena ganz besonders auf Enkikwe aufpasste, und in diesem Moment sahen sie auch seine Verletzungen! Er war offenbar von einem Löwen angefallen worden, und der morgendliche Lärm waren wahrscheinlich Makena und Rapsu, die um sein Leben gekämpft haben!

 

Die Keeper brachten Enkikwe in die Stallungen und verständigten Angela, die sofort den Tierarzt der Kenianischen Wildbehörde (KWS), Dr. Pogon, nach Ithumba fliegen ließ. Ein paar der Keeper marschierten in der Zwischenzeit an den Ort, wo das Unglück wahrscheinlich geschehen war. Sie fanden in der Tat viele Kampfspuren, die hergaben, daß Ex-Waise Makena Enkikwe zu Hilfe gekommen war, mit Unterstützung von Rapsu und Tumaren. Rapsu ist ein 14-jähriger Bulle und – wie die meisten Bullen seines Alters – ist er viel allein auf Wanderschaft. Aber in diesem Fall kam er einem jungen Elefanten zu Hilfe, den er offenbar als Familie ansah.

 

Makena blieb noch den ganzen Tag sehr besorgt und kam immer wieder zum Stall, um nach Enkikwe zu sehen. In der Zwischenzeit hatte sie auch die Führung von Laragais Herde übernommen, die offenbar alle furchtbar geschockt von den Ereignissen waren. Sie beruhigte und tröstete sie und war ihr Fels in der Brandung. Barsilinga schien auch ein bißchen zu humpeln, aber er hatte sich offenbar nur ein wenig beim Wegrennen gezerrt. Enkikwe hat eine tiefe Wunde am Knie, die vielleicht sogar seine Bänder beschädigt hat und uns immer noch Sorgen bereitet. Mithilfe der grünen Tonerde waren die Wunden auf seinem Rücken Ende des Monats gut verheilt, aber sein Knie wurde nach wie vor behandelt, und er belastete das Bein noch nicht. Bei uns wird er weiterhin intensiv betreut und falls sein Zustand schlimmer wird, werden wir ihn zurück in die Nursery nach Nairobi bringen. Im Moment wäre es aber wahrscheinlich nur schlimmer für ihn, jetzt auch noch von seinen Freunden getrennt zu werden, von all dem Transportstress einmal abgesehen. Er bleibt also erst einmal im Stall, wo er immer Futter und Wasser hat und seine Wunden täglich gereinigt werden können, während er mit einem Langzeitantibiotikum behandelt wird.

 

Nach der Löwenattacke entschied Chef-Keeper Benjamin, Laragai und ihre Herde nachts erst einmal wieder in den Stall zu holen und sicher zu stellen, daß Laragai das Gatter nicht aufbekommt. Aber das schien ihnen gar nicht zu gefallen, und so blieben Kithaka, Lemoyian, Sirimon und Boromoko in der zweiten Monatshälfte abends im Busch, damit sie nicht eingeschlossen werden. Ironischerweise war es ausgerechnet Laragai, die über Nacht lieber im Stallgelände blieb. Und daß, obwohl es ihre Türöffner-Qualitäten waren, die die Gruppe erst in die Freiheit gebracht hat. Siangiki und Olsekki sind ein bißchen unentschlossen, vielleicht weil ihr Kumpel Enkikwe jetzt immer im Stall ist. Sie tendieren eher dazu, nachts im Stallgelände zu bleiben, wahrscheinlich um ihm Gesellschaft zu leisten. Die Herde kommt trotzdem nach wie vor oft und gemeinsam, um ihren kranken Freund zu besuchen (und vermutlich auch, um sich ein paar Naschereien abzuholen). Enkikwe hatte großes Glück, daß es immer noch so trocken ist und die Ex-Waisen daher in der Nähe der Ithumba-Auswilderungsstation waren. Ohne die Hilfe der Älteren wäre er wohl auf jeden Fall Löwenfutter geworden.

 

Die Waisen nutzen jede Gelegenheit, um mit den in der Wildnis geborenen Elefantenbabys Siku, Nusu und Yoyo zu spielen. Wendis Baby Wiwa ist sehr stolz auf ihre Stoßzähne, die nun langsam durchstoßen, und sie schmeißt gerne ihren Rüssel in die Luft, um sie den Keepern zu zeigen. Kauro ist einer der Waisen, der nicht besonders viel vom Ringen hält, was ja unter Elefantenbullen eigentlich zur Lieblingsbeschäftigung zählt. Sein Rüssel war seinerzeit vor seiner Rettung von einem Raubtier angefressen worden, so daß ihm die beiden „Finger“ fehlen. Er braucht deswegen mehr Zeit zum Fressen, und kann weniger toben.

 

Oltaiyoni und Roi sind jetzt seit einem Jahr in der Ithumba-Guppe und sehen sich selbst offenbar als vollwertige Erwachse an. Sie fressen oft alleine und sind auch sonst lieber allein zu zweit. Ihre Freundin Kamok ist ganz die Alte und versucht die Keeper bei jeder Gelegenheit auszutricksen. Sie versuchte zum Beispiel, zusammen mit ihrer Komplizin Wanjala eine extra Flasche Milch zu klauen, indem sie nach der Fütterung in großer Runde zur zweiten Gruppe hinzustießen, um sich mit denen noch eine Mahlzeit abzuholen. Aber die Keeper haben das Spiel natürlich durchschaut und schickten sie an die Wassertränke, um dort zu saufen. Galla ist gerade erst drei Jahre alt geworden und wächst schnell. Er ist sehr wißbegierig und will von den Ex-Waisen wie Chemi Chemi neue Taktiken lernen und Kräftemessen. Ukame und Tusuja steht er am nächsten. Tusuja ist ein weiterer beliebter Trainingspartner.  Als die mittlerweile dreijährige Ukame bei uns ankam, wollte sie so schnell wie möglich zurück in die Wildnis. Aber sie hat sich seitdem gut bei uns eingelebt. Sie weiß jetzt, daß die Waisenherde ihre Ersatzfamilie ist, aber irgendwann wird sie auch wieder in die Wildnis zurückkehren. Inzwischen ist sie ein sehr zufriedenes Mitglied der Ithumba-Herde und liebt ihre Milch über alles.

 

Eines Tages als die ausgebuffte Roi von einer Milchflasche naschte, die nicht für sie bestimmt war, sollte Ukame die restlichen anderthalb Flaschen (also eine Halbe weniger als sonst) bekommen. Die Keeper hofften, sie würde es nicht merken, aber da hatten sie sie unterschätzt! Sie merkte sofort, daß hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging und kollerte genervt. Die temperamentvolle junge Kuh wollte ihre Wut am nächstbesten Herdenmitglied auslassen, aber die ergriffen schnell die Flucht. Wenigstens bekam sie später eine extra Flasche!

 


Suguta, Kalama and Barsilinga 2/1/2018

Poor Enkikwe 2/1/2018

 


Rapsu and Makena checking on Enkikwe 2/1/2018

Enkikwe after treatment 2/1/2018

 


Makena with the orphans 2/1/2018

Enkikwe recovering 2/2/2018

 


Maramoja and Namalok 2/2/2018

Roi chats with Naseku 2/2/2018

 


Barsilinga 2/2/2018

Rapa, Oltaiyoni and Dupotto 2/3/2018

 


Siangiki and Bomani 2/3/2018

Kamok facing Tusuja and Galla 2/3/2018

 


Orphans sharing water with wild elephant 2/3/2018

Naserian, baby Siku and Sunyei 2/4/2018

 


Galla playing with Tusuja 2/4/2018

Namalok having his milk 2/4/2018

 


Kamok leading 2/4/2018

Orwa leading 2/5/2018

 


Dupotto and Roi 2/5/2018

Narok 2/5/2018

 


Orphans relaxing 2/5/2018

Orphans feeding on lucerne 2/6/2018

 


African wild dogs at the stockade 2/6/2018

Kamok enjoying a mud bath 2/6/2018

 


Karisa coming out of the mud 2/6/2018

Vuria playing with Kalama 2/7/2018

 


Wild elephant with Yatta’s group 2/7/2018

Wild elephant with arrow swelling 2/7/2018

 


Oltaiyoni and Ukame 2/7/2018

Wild elephants and one with a bale of lucerne 2/8/2018

 


Kauro and Roi in the shade 2/8/2018

Kauro feeding 2/8/2018

 


Maramoja and Narok 2/8/2018

Naisula playing with Galla 2/9/2018

 


Kithaka and Rapa 2/9/2018

Nasalot and her baby Nusu in the shade 2/9/2018

 


Nusu is a baby full of attitude 2/9/2018

Ukame and Roi carrying lucerne 2/10/2018

 


Karisa soil dusting 2/10/2018

Galla scratching his tummy 2/10/2018

 


Wiva running from Tusuja and Naseku 2/10/2018

Lemoyian browsing 2/11/2018

 


Dupotto followed by Siangiki and Oltaiyoni 2/11/2018

Tusuja, Galla and Ukame running for milk 2/11/2018

 


Two wild bulls join the orphans 2/11/2018

Ex Orphans Buchuma and Kenze 2/12/2018

 


Ex Orphans Taita and Tomboi 2/12/2018

Rapa and Namalok running in for milk 2/12/2018

 


Kanjoro playing with Galla 2/12/2018

Pare feeds with Ukame 2/13/2018

 


Rapa leading 2/13/2018

Sapalan mud bathing 2/13/2018

 


Orphans relaxing in the shade 2/13/2018

Pare pushing Kama 2/14/2018

 


Orwa eating lucerne 2/14/2018

Boromoko and Meibai 2/14/2018

 


Enkikwe recovering 2/14/2018

Wild bulls at mud bath 2/14/2018

 


Chyulu eating 2/15/2018

Gawa begging from her mum 2/15/2018

 


Zurura playing with Garzi 2/15/2018

Naseku with baby Nusu 2/15/2018

 


Roi snatching a bottle! 2/15/2018

Wild bull drinks with Olsekki and Siangiki 2/16/2018

 


Fence broken by the wild elephant  2/16/2018

Enkikwe with lucerne on his head 2/16/2018

 


Sapalan and Namalok 2/16/2018

Gawa drinking milk from her mum Galana 2/17/2018

 


Rapa browsing 2/17/2018

Kauro and Rapa 2/17/2018

 


Sapalan browsing on his own 2/17/2018

Namalok and Sapalan 2/18/2018

 


Ex Orphans bathing in the mud bath 2/18/2018

Maramoja and Dupotto in the shade 2/18/2018

 


Yatta, baby Yoyo and Yetu 2/18/2018

Orphans and Ex Orphans socializing  2/19/2018

 


Kauro, Ukame and Galla together 2/19/2018

Barsilinga scratching on a tree 2/19/2018

 


Kamok in the shade 2/19/2018

Wanjala sharpening his tusks 2/19/2018

 


Sunyei and Kinna with babies Siku and Kama 2/20/2018

Wiva with lucerne on her head 2/20/2018

 


Wiva shows off her pretty tusks! 2/20/2018

Maramoja and Rapa scratch their trunks 2/20/2018

 


Namalok scratching his bottom on the tree 2/20/2018

Kasigau 2/21/2018

 


Mutara’s group running in 2/21/2018

Karisa holding his own milk bottle 2/21/2018

 


Roi lead the orphans to mud bath 2/21/2018

Wanjala browsing 2/22/2018

 


Wanjala all covered in mud! 2/22/2018

Rapsu drinking water 2/22/2018

 


Orphans relaxing under a tree 2/22/2018

Ex Orphans feeding on lucerne 2/23/2018

 


Barsilinga walking away 2/23/2018

Wild bulls at mud bath 2/23/2018

 


Kinna and Kama 2/23/2018

Tusuja playing with Galla 2/24/2018

 


Wanjala mud bathing 2/24/2018

Ukame and Kamok 2/24/2018

 


Olsekki 2/24/2018

Wendi, baby Wiva and Olsekki 2/25/2018

 


Sidai, baby Kama and Kinna 2/25/2018

Tusuja leading 2/25/2018

 


Wild elephants relaxing at the stockades 2/25/2018

Karisa browsing 2/26/2018

 


African wild dogs drinking 2/26/2018

Wanjala soil dusting 2/26/2018

 


Kilaguni all muddy 2/26/2018

Tusuja and Galla playing 2/27/2018

 


Mutara and Kanjoro all muddy 2/27/2018

Rapsu with friends drinking water 2/27/2018

 


Mud bath time with so many elephants 2/27/2018

Maramoja browsing on her own 2/28/2018

 


Galla playing with Tusuja 2/28/2018

Tusuja riding on Galla 2/28/2018

 


Wanjala and Pare in the shade 2/28/2018

 

Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: Februar 2018

 

Die Luftfeuchtigkeit stieg im Februar deutlich an und man konnte die Regentropfen schon fast fallen spüren. Manche Tage waren nicht zum Aushalten heiß. Gut also, daß die Umani-Ställe absichtlich unter dem Schatten einer großen Akazie gebaut wurden. Das ist besonders wichtig für unsere hellhäutigen Brüder Faraja und Jasiri, die als Halb-Albinos nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen dürfen. Aber im Kibwezi-Wald gibt es ja zum Glück genug Schatten.

 

Nach ihrer Mittagsmilch erfreuten sich die Waisen meistens an ihrem Schlammbad und genossen die Zeit beim Suhlen und im kühlen Nass. Sie bedeckten sich mit Schlamm, um ihre Haut zu schützen, vor allem die beiden hellhäutigen Bullen. Manchmal gibt es Gerangel um den Platz, besonders wenn die schon größeren Kühe ins Wasser wollten und begannen, sich ausgiebig hin- und herzurollen oder wenn die ausgebufften Jungbullen zur gleichen Zeit in die Suhle wollten wie Alamaya und Mwashoti. An einem Tag war es Sonje und Ziwa so heiß, daß sie nicht darauf warten konnten, bis die Herde zum Suhlen fertig war. So gingen sie schon einmal vor zu einem Wasserloch in der Nähe der Umani-Quellen und Ziwa war völlig untergetaucht, so daß die Keeper dachten, Sonje wäre alleine da. Die war damit beschäftigt, mit ihrem Rüssel jeden Zentimeter ihres Körpers, auch hinter den Ohren, mit Schlamm einzuschmieren. Jetzt, in der Trockenheit, wandern die Waisen weiter weg zur Futtersuche. Besonders für Murera, Sonje und Mwashoti war das manchmal sehr beschwerlich wegen ihrer alten Beinverletzungen. Sie kehrten meistens schon nachmittags ins Stallgelände zurück.

 

Lima Lima kränkelte ein paar Tage, aber es ging ihr bald wieder besser und sie war wieder ganz die Alte. Zur Mittagsfütterung schmiß sie absichtlich Milchflaschen um, kniete sich hin und versuchte so viel wie möglich aufzuschlecken. Murera mußte sie schließlich vertreiben, so daß die anderen endlich in Ruhe ihre Milch trinken konnten! An einem anderen Morgen kam Lima Lima aus dem Stall gerannt und direkt auf das Luzerneheulager zu, griff sich einen Ballen und rannte auf und davon. Faraja war ihr dicht auf den Fersen, um etwas von der Beute abzubekommen. Die Keeper können Lima Lima irgendwie trotzdem nie böse sein, weil sie immer so reizend zu ihnen ist, sie immer warnt, wenn Gefahr im Verzug ist und immer auf ihre Menschenfamilie aufpaßt.

 

Ziwa wurde in letzter Zeit ein bißchen von den anderen gemobbt, vielleicht liegt es daran, daß er in letzter Zeit ziemlich streitlustig ist. Sie wollten ihn offenbar wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Sogar die sonst so ruhige Quanza schubste ihn weg, wenn sie von ihm genug hatte. Manchmal hörte er auch nicht auf die Keeper oder die Leitkühe, und daß er andere Elfantenwaisen zu besteigen begann, war ein klares Zeichen, daß ihm seine körperliche Größe auch zu Kopfe zu steigen begann. Trotzdem steht niemand über der Leitkuh einer Herde, und hier in der Kibwezi-Gruppe gibt immer noch Murera den Ton an. Es scheint einen klaren Unterschied zu geben, zwischen Bockigkeit und jugendlicher Aufmüpfigkeit wie zum Beispiel die der Jungbullen Ngasha, Faraja oder Jasiri. Die sind verspielt und frech und nerven oft mit ihren Rangeleien, aber es gibt klare Grenzen. Wir haben zum Beispiel bemerkt, daß das Berühren der Fußnägel des Gegners ein absolutes Tabu zu sein scheint.

 

Es gab diesen Monat auch einige Begegnungen mit wilden Elefanten und die Keeper hielten sich für gewöhnlich im Hintergrund, um die wilden Dickhäuter nicht zu verschrecken. Auch bei diesen Kontaktaufnahmen gab es einige Momente, in denen die Keeper dachten, Ziwa sollte ernsthaft an seinen Manieren arbeiten. Er wurde sogar mehrfach von den wilden Artgenossen weggeschubst, während die jungen Kühe Lima Lima und Zongoloni in die Herde aufgenommen wurden. Leitkuh Murera ist immer sehr wachsam bei diesen Zusammenkünften. Sie mag sich den wilden Elefanten nur ungern nähern und beobachtet lieber „ihre Adoptivkinder“ Mwashoti und Alamaya, damit ihr diese nicht abhanden kommen. Die anderen sind alle sehr interessiert an den wilden Artgenossen, Sonje ist ganz besonders fasziniert und sucht immer nach ihrem “Freund”, mit dem sie letzten Monat öfter unterwegs war, der aber diesen Monat nicht auftauchte.

 


Ziwa eating and dustbathing 2/1/2018

Sweet Mwashoti 2/1/2018

 


Murera browsing with Mwashoti 2/1/2018

Lima Lima filling her mouth with vegetation 2/1/2018

 


Quanza busy browsing with the others 2/2/2018

Alamay holding his bottle 2/2/2018

 


Sonje gets left behind 2/2/2018

Zongoloni playing with dust 2/2/2018

 


Alamaya reaching for soft bark 2/3/2018

Ziwa throwing dust onto his head and back 2/3/2018

 


Zongoloni browsing with her friends 2/3/2018

Ngasha and Ziwa pushing one another 2/3/2018

 


Murera enjoying the mud bath 2/4/2018

Ziwa in the mudbath 2/4/2018

 


Mwashoti scratching 2/4/2018

Orphans playing 2/4/2018

 


Orphans dustbathing 2/5/2018

Sonje followed by Mwashoti 2/5/2018

 


Ngasha having a drink at the pipeline 2/5/2018

Orphans returning to the stockade in the evening 2/5/2018

 


Jasiri and Faraja 2/6/2018

Sonje scratching 2/6/2018

 


Sweet Alamaya 2/6/2018

Murera in the forest 2/6/2018

 


Sonje watching over Mwashoti at the mudbath 2/7/2018

Lima Lima in the mud 2/7/2018

 


Jasiri scratching 2/7/2018

Ziwa having a drink at the water trough 2/7/2018

 


Thirsty babies drinking at the water trough 2/8/2018

Quanza browsing 2/8/2018

 


Zongoloni cooling off 2/8/2018

Orphans at the mudbath 2/8/2018

 


Orphans dustbathing 2/9/2018

Faraja browsing 2/9/2018

 


Ngasha enjoying a solitary dustbath 2/9/2018

Orphans relaxing 2/9/2018

 


Zongoloni breaking branches to feed on 2/10/2018

Murera flapping her ears 2/10/2018

 


Orphans in the browsing fields 2/10/2018

Ngasha browsing 2/10/2018

 


Sonje coming downhill 2/11/2018

Alamaya browsing 2/11/2018

 


Jasiri crossing the road 2/11/2018

Quanza moving quickly 2/11/2018

 


The babies having a drink from the water trough 2/12/2018

Ziwa and Ngasha playing 2/12/2018

 


Mwashoti scratching 2/12/2018

Faraja having a lovely time at the dustbath 2/12/2018

 


Faraja browsing 2/13/2018

Zongloni watching Alamaya mudbathing 2/13/2018

 


Orphans drinking water from the tractor 2/13/2018

Lima Lima 2/13/2018

 


Orphans having a drink at the waterhole 2/14/2018

Ziwa enjoying acacia roots 2/14/2018

 


Quanza 2/14/2018

Jasiri feeding on soft greens 2/14/2018

 


Lima Lima waiting for milk 2/15/2018

Sonje browsing in the field 2/15/2018

 


Mwashoti walking on the road 2/15/2018

Faraja having a drink at the broken pipeline 2/15/2018

 


Lima Lima and Murera 2/16/2018

Orphans returning to the forest 2/16/2018

 


Jasiri in the forest 2/16/2018

Zongoloni scratching 2/16/2018

 


Sonje heading to the milk bottles 2/17/2018

Mwashoti enjoying a dustbath 2/17/2018

 


Zongoloni dustbathing 2/17/2018

Alamaya and Mwashoti strength testing 2/17/2018

 


Jasiri climbing over Lima Lima 2/18/2018

Faraja and Ziwa 2/18/2018

 


Ngasha with a mouthful of vegetation 2/18/2018

Ziwa browsing in the forest 2/18/2018

 


Ziwa scratching 2/19/2018

Alamaya after a mudbath 2/19/2018

 


Orphans wallowing 2/19/2018

Jasiri browsing in the forest 2/19/2018

 


Murera browsing with the others 2/20/2018

Ngasha and Ziwa playing at the dustbath 2/20/2018

 


Zongoloni holding a stick 2/20/2018

Orphans trying to cool down 2/20/2018

 


Quanza smelling the air 2/21/2018

Lima Lima in the bushes 2/21/2018

 


Ziwa finding some shade 2/21/2018

Murera scratching 2/21/2018

 


Faraja and Ngasha playing at the mudbath 2/22/2018

Ziwa lying down at the dustbath 2/22/2018

 


Lovely Murera 2/22/2018

Orphans drinking from the water trough 2/22/2018

 


Ziwa at the edge of the wallow 2/23/2018

Mwashoti leaving the mudbath 2/23/2018

 


Alamaya busy feeding 2/23/2018

Orphans at the mudbath 2/23/2018

 


Murera slowly making her way out of the forest 2/24/2018

Alamaya holding his own bottle 2/24/2018

 


Orphans dustbathing 2/24/2018

Orphans at the mudbath 2/24/2018

 


Sonje and Alamaya browsing together 2/25/2018

Greedy Lima Lima browsing in the bushes 2/25/2018

 


Sweet Sonje 2/25/2018

Orphans at the water trough 2/25/2018

 


Zongoloni browsing 2/26/2018

Quanza browsing with the others 2/26/2018

 


Faraja filling his mouth with fresh greens 2/26/2018

Sonje and Lima Lima 2/26/2018

 


Zongoloni at the mudbath 2/27/2018

Lima Lima having milk 2/27/2018

 


Ngasha enjoying the mudbath 2/27/2018

Quanza feeding herself 2/27/2018

 


Lima Lima strength testing with Ziwa 2/28/2018

Orphans returning to the browsing fields 2/28/2018

 


Zongoloni and Alamaya strength testing 2/28/2018

Quanza scratching 2/28/2018

 

 

 

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