Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: November 2017

 

Die Regenzeit, die letzten Monat endlich begann, hielt auch in diesem Monat an, durchsetzt mit einigen sehr heißen Tagen, in denen sich das nächste Unwetter aufbaute. Die Waisen hatten eine lange Zeit ohne Schlammbaden hinter sich, und besonders die Wasserratten wie Maktao, Enkesha und Esampu konnten es kaum erwarten, sich wieder im klebrigen Matsch zu wälzen. Esampu verjagte einige Warzenschweine, die auch im Wasserloch Abkühlung suchten, und während die Einen das Wetter noch zu kühl zum Baden befanden, stürzte sich Maktau ins Wasser. Einmal sprang von einer Seite in die Suhle hinein und wältze sich die gesamte Besucherstunde lang. Am Ende mußte er regelrecht von den Keepern aus dem Wasser und zum Fressen in den Wald gescheucht werden! Als es zu regnen anfing, hatten die Waisen tatsächlich Schwierigkeiten, pünktlich zur Besucherstunde zu erscheinen. Normalerweise können sie es gar nicht erwarten, ihre Milchflaschen zu bekommen. Jetzt war der Boden glitschig und die Waisen rutschten und schlidderten auf ihrem Weg zur Suhle. Der arme Ambo rutsche aus und landete auf seinem Hintern, aber Godoma half ihm schnell wieder auf und sie liefen gemeinsam zur Suhle. Wenn es während der Besucherstunde anfängt zu regnen, versuchen die Waisen manchmal, sich unter den Regenschirmen der Keeper und sogar denen der Besucher unterzustellen – ein wirklich lustiger Anblick. Mit dem Regen gab es auch endlich wieder frisches Grünfutter und die Waisen konnten sich pappesatt fressen. Nach monatelangem Kauen von harten Zweigen und Rinde, gibt es endlich wieder frische, weiche Blätter zum Naschen. Die Neuankömmlinge wie Namalok, Sapalan, Maisha und Emoli sind sehr glücklich über den Wetterumschwung. Man sieht sie jetzt häufig mit Kauro, Ndotto, Pare, Ndiwa, Mundusi und Maramoja beim Grasen.

 

Der einzige Nachteil der Regenzeit sind die vielen stechenden Insekten und Zecken, die für die kleinen Elefanten natürlich ganz schön nervig sind. Zum Schutz gegen die Lästlinge reiben wir sie jeden Freitag mit Kokosöl ein, das ist auch gut für ihre Haut. Jetzt, da es besonders viele Mücken und Stechfliegen gibt, ölen wir sie manchmal auch am Mittwoch ein, aber die jüngsten Neuzugänge wie Sapalan, Namalok, Sagalla und Klein Kiasa, haben sich noch nicht an die Ölung gewöhnt und finden das alles noch ein bißchen merkwürdig. Sie machten es den Keepern anfangs auch nicht leicht und rannten jedes Mal weg, wenn das Öl geholt wurde. Aber die Keeper sind sehr geduldig, und am Ende waren alle eingeschmiert.

 

Unser blindes Spitzmaulnashorn Maxwell liebt den Regen. Sobald die ersten Tropfen auf seinen Rücken fallen, rennt er immer völlig aufgeregt in seinem Gehege herum. Die Waisen kommen morgens oft bei ihm vorbei und naschen von den Luzernepellets, die er übriggelassen hat. Oder sie jagten ihn am Gatter auf und ab. Eines Morgens wurde Max nirgends gesehen. Es stellte sich schnell heraus, daß er den Großteil der Nacht damit zugebracht hatte, sein Horn zu wetzen. Als die Morgendämmerung hereinbrach, musste er sich erst einmal auf ein Nickerchen hinlegen! Die Warzenschweine gehen ihm immer noch gehörig auf die Nerven und jedes Mal, wenn sie sich an seinem Luzerneheu vergreifen, verjagt er sie.

 

Kiasa hat eine Weile gebraucht, bis sie sich zugetraut hat, mit den anderen in den Wald zu gehen und will immer schnell wieder zurück ins Gehege oder zur Suhle. Sie versteckt sich dann vor den Keepern und tritt alleine die Heimreise an. Sie macht es sich damit selbst schwer, neue Freunde zu finden. Aber manch einer, so wie Tagwa, haben viel Ausdauer und Interesse und suchen sie immer wieder auf. Maramoja und Malima haben es sich zur Aufgabe gemacht, sie bei der Herde zu halten, wenn die Fütterungszeit naht. Denn das ist die Zeit, in der sie sich meistens absetzt und wir gehen davon aus, daß ihre kleinen Auszeiten hauptsächlich wegen ihrer Milchflasche nimmt. Am 2. November kam ein kleiner Bulle aus Tsavo zu uns. Es ging ihm sehr schlecht und er war hochgradig dehydatisiert. Nachdem er sich etwa eine Woche lang im Stall ausruhte und infundiert wurde, nannten wir ihn Mapia und er ging das erste Mal zu den anderen Waisen. Die, ganz besonders die kleinen Kühe, waren wie immer sehr aufmerksam und kämpften darum, möglichst ganz nahe bei ihm zu sein. Rapa war grantig wie immer und versuchte ihn umzuschubsen, aber Kauro ist rechtzeitig dazwischen gegangen. Esampu war diesen Monat auch ziemlich unartig, besonders während der Fütterungszeit. Also wurde sie fortan mit den älteren Elefanten gefüttert, die sich ihre Eskapaden nicht gefallen lassen würden. Diese Taktik schien zu wirken, denn Sapalan und Mteto ließen sich nicht so leicht herumschubsen und sie mußte sich wohl oder übel zusammenreißen.

 

Tagwa kümmert sich nach wie vor rührend um Sattao und ist immer zur Stelle, wenn Satto Hilfe braucht. Zum Beispiel neulich als er einmal Schwierigkeiten beim Überqueren eines Baches hatte, half sie ihm von hinten durch das Wasser. In letzter Zeit war sie etwas mehr auf Maktao fokussiert, aber Sattao scheint das nicht zu stören, den er ist nicht so der eifersüchtige Typ. Er konzentriert seine Zuneigung stattdessen auf die Leitkuh Mbegu. Das geht allerdings nur, wenn Ambo nicht in der Nähe ist, denn der wiederum ist sehr eifersüchtig und kann es überhaupt nicht leiden, wenn Sattao zu viel Zeit mit seiner Adoptivmutter verbringt. Wenn Sattao mit Mbegu alleine ist, kann man ihn dabei beobachten wie er ganz still da steht und an Mbegus Ohren saugt. Klein Musiara hat diesen Monat viel mit Jotto gespielt, und morgens können sie es inzwischen kaum erwarten bis die Gatter aufgehen und sie endlich wieder mit ihren Rüsseln Ringen können. Aber Musiaras liebster Freund ist immer noch Luggard, und der wartet vor jeder Fütterung auf ihn, damit sie zusammen und in Luggards Schritttempo zur Futterstelle laufen können. Musiara hat tragischerweise eine starke Ablehnung gegenüber unserer Giraffe Kiko entwickelt. Bei jeder Gelegenheit versucht er Kiko zu verjagen, aber der kann den Miniatur-Elefant nicht ernst nehmen und ignoriert ihn einfach! Kiko grast tagsüber meistens ganz entspannt mit der Herde, aber sobald er die Löwen wittert, kehrt er auf dem Absatz um und zurück ins Stallgelände. Einmal kam er sogar zur Besuchsstunde an die Suhle, sehr zur Freude der Besucher!

 

Am 20. November bekamen wir den bisher kleinsten Neuzugang. Das kleine Elefantenmädchen war erst wenige Tage alt, vielleicht sogar eine Frühgeburt, und noch kleiner als Ndotto als sie aus der Masai Mara zu uns kam. Daß sie jetzt bei uns ist, heißt noch lange nicht, daß sie über den Berg ist, die nächsten Wochen und Monate sind kritisch für Ihr Überleben. Als sie gefunden wurde, dachten wir, sie sei tot, denn ihr kleiner Körper lag regungslos im Gras und ihre Atmung war ganz flach. Die zarte Bewegung ihrer Rüsselspitze beim Ausatmen war das einzige Lebenszeichen. Aber wir sind optimistisch – Ndotto war seiterzeit weniger als eine Woche alt, als er zu uns kam und heute wächst er zu einem großen, sanftmütigen Bullen heran. Er ist dieser Tage meist mit Kauro unterwegs und es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis er in eine unserer Auswilderungsstationen nach Tsavo umziehen wird.

 


Godoma browsing but keeping an eye on Kiasa 11/1/2017

Kiasa browses as the girls watch on 11/1/2017

 


Jotto finds some soft green grass 11/1/2017

Ambo leads orphans to the mudbath 11/2/2017

 


Emoli enjoys the lush grass after the rains 11/2/2017

Enkesha onher way to mud-bath 11/2/2017

 


Namalok getting ready to chase the buffalo 11/3/2017

Sapalan also getting ready to chase the buffalo 11/3/2017

 


Babies at the mudbath 11/3/2017

Esampu enjoys a quiet browsing moment 11/4/2017

 


Enkesha leaving the mud bath 11/4/2017

Kiko gets his bottle feed 11/4/2017

 


Sattao joins his friends after crossing the strea 11/5/2017

Tagwa browses peacefully after helping Sattao 11/5/2017

 


Malima walks to the mud bath 11/5/2017

Sagalla ready for morning browsing activities 11/6/2017

 


Maxwell getting ready to enjoy the mud 11/6/2017

Maktao bottle feed 11/6/2017

 


Mapia with his keeper 11/7/2017

Kauro browsing 11/7/2017

 


Kiasa getting stronger 11/7/2017

Emoli enjoying soft green grass 11/8/2017

 


Ndotto after his bottle of milk 11/8/2017

Pare rests on one leg 11/8/2017

 


Kiko sees the wild Giraffes 11/9/2017

Maisha in a playful mood 11/9/2017

 


Ambo waiting for the 9am milk feed 11/9/2017

Lasayen early morning browsing 11/10/2017

 


Murit and friends heading to 11am feed 11/10/2017

Tamiyoi enjoys browsing 11/10/2017

 


Kiko arrives at the 11am feed 11/11/2017

Mbegu keeping close to the little ones 11/11/2017

 


Mteto, Musiara and Malkia browse together 11/11/2017

Mapia sniffs the air 11/12/2017

 


Maramoja and Godoma browse together 11/12/2017

Musiara watches over Malkia 11/12/2017

 


Mapia joins the others for browsing 11/13/2017

Rapa after being disciplined 11/13/2017

 


Tagwa and Maramoja arrive for the 5pm feed 11/13/2017

Ngilai looking for a playmate 11/14/2017

 


Rapa not interested in Ngilai’s games 11/14/2017

Kuishi picking at shoots on the ground 11/14/2017

 


Kiasa keeping distance from Esampu 11/15/2017

Esampu after troubling Kiasa 11/15/2017

 


Luggard returns home early 11/15/2017

Ndotto finds his way back to the herd 11/16/2017

 


Ndiwa and Sana Sana 11/16/2017

Sagalla and Sapalan rush for their 5pm milk feed 11/16/2017

 


Luggard feeling a bit more energetic 11/17/2017

Maxwell in his stockade 11/17/2017

 


Mbegu with Esampu and Malima 11/17/2017

Kiko carries on browsing ignoring Musiara 11/18/2017

 


Kiasa learning to browse with the rest 11/18/2017

Orphans leaving the mud bath area 11/18/2017

 


Sana Sana keeps Ndiwa company 11/19/2017

Sapalan and Enkesha browse together 11/19/2017

 


Tamiyoi and Lasayen find greener pastures 11/19/2017

Ambo browses 11/20/2017

 


Jotto happy to browse by himself 11/20/2017

Emoli learning to browse 11/20/2017

 


Browsing orphans 11/21/2017

Maisha and Emoli walk to the mud bath 11/21/2017

 


Mteto stays close to Musiara and Malkia 11/21/2017

Mapya getting more comfortable with the Orphans 11/22/2017

 


Mundusi and Jotto browse together 11/22/2017

Namalok and Ndiwa getting ready for 11am feed 11/22/2017

 


Enkesha and Sapalan have a tender moment 11/23/2017

Esampu browsing away from the rest 11/23/2017

 


Maisha and Emoli find a quiet browsing spot 11/23/2017

Maxwell scratches his chin 11/24/2017

 


Ndotto and Godoma in a playfull mood 11/24/2017

Ngilai, Godoma and Lasayen walk to the mudbath 11/24/2017

 


Sana Sana finds a puddle 11/25/2017

Sapalan and Jotto browse together 11/25/2017

 


Tamiyoi reaches for green branches 11/25/2017

Ambo at the mud-bath 11/26/2017

 


Enkesha walking to the mud-bath 11/26/2017

Kiasa sniffing the air 11/26/2017

 


Kiko having his 9am milk feed 11/27/2017

Kuishi putting grass on her head 11/27/2017

 


Maktao finds a green shrub 11/27/2017

Malkia reaches up to find green leaves 11/28/2017

 


Mapia looking to join the rest 11/28/2017

Mbegu keeps the babies together 11/28/2017

 


Ndotto and Lasayen entwine trunks 11/29/2017

Orphans browsing 11/29/2017

 


Pare walks to the mud-bath 11/29/2017

Sapalan sniffs the air 11/30/2017

 


Tagwa among the other babies  11/30/2017

Sagalla run back for the 5pm feed 11/30/2017

 

Monatsbericht für die Voi-Gruppe: November 2017

 

Die Freude, die aufkam, als der erste Regenschauer Ende Oktober herunterprasselte, war unbeschreiblich. Die südlichsten Zipfel des Nationalparks Tsavo-Ost, wo auch Voi liegt, waren von einer der schwersten Dürreperioden der letzten Jahre betroffen. Wir hatten lange Zeit alle Hände voll zu tun mit vielen vierbeinigen Dürreopfern. Einige haben wie durch ein Wunder überlebt, für andere kam jede Hilfe zu spät. Jetzt freuen wir uns für all die wilden Herden, für die der Regen jetzt eine große Erlösung sein musste. Daß das Leben für die Wildtiere jetzt wieder unbeschwerter war, bestätigte uns der Besuch unserer Ex-Waisen, die die gesamte Trockenheit in Gebieten unterwegs gewesen waren, wo das Futterangebot größer war als hier in Tsavo. Sie alle und ihr Nachwuchs sahen gesund und gut genährt aus. Die Keeper waren furchtbar stolz, daß es ihre ehemaligen Schützlinge so gut durch die Dürre geschafft haben und die jungen Leitkühe offenbar alle Entscheidungen richtig gefällt haben, wo doch so viele wilde Elefanten die Dürre nicht überlebt hatten. Unsere Ex-Waisen kamen am 4. November gegen Mittag an, und die Keeper sahen zuerst Ndara mit Baby Neptun und Tassia.

 

Wenig später meldete die Kenianische Wildtierbehörde (Kenya Wildlife Service, KWS), daß zwei Elefanten, die Unterführung unter der neugebauten Bahnstrecke verpasst hatten und auf der falschen Seite des Zauns in Voi standen. [Mehr zur Unterführung lesen Sie hier…] Man hatte vermutet, daß es sich um zwei Ex-Waisen handelte, und als die Keeper zur Stelle kamen, bestätigten sie, daß es sich in der Tat um Lesanju und Sinya handelte. Die beiden wurden an eine Stelle geführt, an der der Zaun für sie geöffnet werden konnte, gingen mit den Keepern zurück ins Stallgelände und trafen dort auf ihre alten Freunde. Lempaute schien ganz besonders glücklich, endlich mit ihrer besten Freundin Lesanju wiedervereint zu sein. Die beiden kennen sich seit ihren ersten Tagen als winzige Kälbchen in der Nairobi-Nursery. Der Klang von Elefantenglück und –zufriedenheit äußert sich in einem tiefen Kollern. Dieses Kollern lag in der Luft, und das Glücksgefühl war ansteckend. Wir nahmen uns einen Moment und dachten an die über 300 wilden Dickhäuter, die die Dürre in diesem Teil Tsavos dieses Jahr nicht überlebt hatten. Lempaute war so glücklich, daß sie Kivuko direkt mit in ihre Herde der Ex-Waisen schleppte und die beiden Jungbullen Dabassa und Layoni in ihrer kleinen Junggesellenherde alleine zurück blieben. Sie jungen Bullen besuchten die Waisen fortan jeden Tag, während die älteren Ex-Waisen in der Zwischenzeit weiterzogen.

 

Genau eine Woche später kam Emily ihrer Herde Ex-Waisen ihren Babys Eve und Emma, Edie mit Eden, Sweet Sally mit Safi, Lolokwe, Siria, Taveta, Mweya und zwei wilden Bullen im Schlepptau im Stallgelände an. Auch sie hatten die Bahnstreckenunterführung verpasst und waren dem Zaun in Richtung Ngutuni zum Parkeingang gefolgt, wo sie draußen geduldig zu warten schienen, bevor man sie wieder (in ihren Park!) hereinließ! Nur zwei Tage später kam auch der letzte Rest der Herde Ex-Waisen am Voi-Eingangstor an. Auch Sie hatten die Unterführung nicht genutzt und waren Emilys Fährte gefolgt. In dieser letzten Gruppe waren Icholta mit Baby Inca, Thoma mit Thor, Seraa, Wasessa, Rombo und Mzima. Als sie erst einmal wieder in in den Park hineingelassen worden waren, liefen sie schnell ins Stallgelände. Dort angekommen mussten sie erst einmal in aller Ruhe saufen und ihre alten Freunde begrüßen. Die ganze Herde sah nach ihrer Reise von mehr als 100 Kilometern aus den Schutzgebieten um Tsavo zurück in die Heimat ausgezeichnet aus. Wir beobachteten die Babys Emma, Eden und Safi beim Spielen und waren glückselig. Die lange Dürre hat dieses Jahr so viele Leben gekostet und der Anblick der Baby-Elefanten, deren Mütter alle von Menschenhand aufgezogen waren, machte uns richtig stolz. Wir freuten uns sehr, daß sich die Waisen trotz ihrer ersten Lebensjahre in menschlicher Obhut im Laufe ihres Auswilderungsprozesses genug Wissen angeeignet haben, um Extremsituationen in der Wildnis zu überleben. Viele der älteren Waisen, die wir dieses Jahr gerettet haben, waren schon zu alt für die Nursery. Trotzdem versuchten wir die fast verhungerten Elefanten wieder aufzupäppeln, aber oft waren sie schon zu lange unterernährt und wir haben sie nicht durchgebracht. All die Energie, die wir in Tahri gesteckt haben, scheint sich jedoch zu lohnen. Es geht ihr nach einigen Wochen bei uns schon viel besser.

 

Gegen Ende des Monats wurden Embu, Rorogoi, Suswa, Arruba und Bada in Tahris großen Stall gebracht, damit sie ein bißchen Gesellschaft hatte und die anderen kennenlernte. Arruba und Embu haben sie schnell ins Herz geschlossen, während Suswa, Rorogoi und Bada anfangs wenig Interesse zeigten. Zwei Tage später kam Tahri erstmals aus ihrem Stall heraus und ging mit dem Rest der Waisenherde zum Grasen in den Busch. Ndii hat sie gleich als ihren neuen Schützling auserkoren und ließ die Anderen nicht an Tahri heran. Panda und Mbirikani konnten Ndii irgendwie austricksen und es gelang ihnen, Tahri wenigstens ausgiebig zu begrüßen. Kenia, Ishaq-B, Kihari und Naipoki grüßten den Neuzugang auch kurz, kamen dann aber an den Jüngsten in der Herde nicht vorbei, die sich alle um Tahri scharten! Sie selbst schien den Trubel zu genießen und vor allem die Tatsache, daß sie endlich wieder draußen sein durfte.

 

Die Waisen haben diesen Monat viel frisches Grünfutter gefressen, das nach Einsetzen der Regenzeit wieder üppig aus dem Boden und von den Bäumen sproß. Besonders schmackhaft ist das zarte, frische Gras, und die Waisen fraßen manchmal den ganzen Tag und mußten sich nicht einmal zum Wasserloch bequemen, weil sie überall im Busch große Pfützen und mit Regenwasser gefüllte Löcher zum Saufen fanden. Bei diesem Schmaus kommt regelrecht Festtagsstimmung auf. An den warmen Tagen zwischen Regenschauern gab es reges Treiben an der Suhle, sogar Ajali machte manchmal mit, der seinerzeit auf dem Mombasa-Highway von einem Lkw angefahren und mit mehreren Rippenbrüchen mit dem Leben davon gekommen war.

 

Eines Tages kamen die Waisen zum Schlammbad und rannten auf ihre Milchflaschen zu – im Schlepptau hatten sie zwei wilde Bullen im Teenageralter, die ihnen einfach blind nachrannten. Die Keeper, die mit den Milchflaschen warteten waren natürlich verwirrt und brachten sich schnell hinter dem Fahrzeug in Sicherheit, bis die wilden Jungbullen an ihnen vorbeigestürmt waren. Naipoki und Embu waren eines Tages besonders ausgebufft und schlichen sich schon mit der ersten Gruppe zur Milchfütterung mit. Während die Keeper beschäftigt waren, Rorogoi, Lentili, Mashariki, Bada und Nelion zu füttern, schlichen sie sich an, um Milchflaschen aus dem Fahrzeug zu stibitzen. Als sie gerade dabei waren, zwei Flaschen zu klauen, bemerkte der Keeper, der Nelion fütterte, was vor sich ging und nahm die zwei Flaschen ohne Kommentar wieder an sich. Ndii hat sich langsam Arabas Herz und Vertrauen erobert und man sieht sie dieser Tage eher bei Ndii als bei Kenia, besonders beim Schlammbaden.

 


Dabassa left and Layoni having a drink  11/1/2017

Dabassa engaging Panda in a pushing game 11/1/2017

 


Mbirikani browsing 11/1/2017

Arruba having a nap 11/2/2017

 


Rorogoi browsing 11/2/2017

Suswa 11/2/2017

 


Ajali and others coming down Msinga Hill 11/3/2017

Ishaq-B browsing 11/3/2017

 


Kenia 11/3/2017

Lempaute 11/4/2017

 


Kivuko enjoying Lucerne 11/4/2017

Ndara and Neptune 11/4/2017

 


Tassia 11/4/2017

Ndii enjoying range cubes 11/5/2017

 


Nelion browsing 11/5/2017

Ndara and Neptune enjoying Lucerne 11/5/2017

 


Sinya and Lesanju enjoying range cubes 11/5/2017

Kore and Tawi enjoying Lucerne Pellets 11/6/2017

 


Ngulia,Kore and Tawi 11/6/2017

Neptune at the stockade 11/6/2017

 


Nvugu scooping up range cubes 11/7/2017

Ndii having fun in the water 11/7/2017

 


Mashariki spraying herself with water 11/7/2017

Orphan rescued in the Sobo area 11/8/2017

 


Orphans relaxing in the shade 11/8/2017

Orphans heading to the baobab water hole 11/8/2017

 


Kihari having a scratch  11/9/2017

Lesanju coming to the stockade 11/9/2017

 


Kenia enjoying the dustbath 11/9/2017

Ndara and Neptune coming to the stocakde 11/10/2017

 


Embu 11/10/2017

Tundani 11/10/2017

 


Eden left, Emma and Savi 11/11/2017

Taveta left and Siria having a drink 11/11/2017

 


Mweya 11/11/2017

Lesanju having a drink 11/11/2017

 


Layoni enjoying supplements 11/12/2017

Dabassa 11/12/2017

 


Layoni teasing Dabassa 11/12/2017

Bada 11/13/2017

 


Mudanda 11/13/2017

Icholta and Inca coming to the stocakde 11/13/2017

 


Thor left and Inca 11/13/2017

Thoma 11/13/2017

 


Dabassa left engaging Panda 11/14/2017

Panda enjoying range cubes with the others 11/14/2017

 


Orphans browsing 11/14/2017

Bada scratching 11/15/2017

 


Mbirikani browsing 11/15/2017

Naipoki enjoying feeding on a stick 11/15/2017

 


Arruba 11/15/2017

Ndii on the mudbath wall 11/16/2017

 


Embu browsing 11/16/2017

Kihari scratching 11/16/2017

 


Kenia relaxing 11/16/2017

Ajali after the mudbath 11/17/2017

 


Rorogoi scratching 11/17/2017

Nguvu back joining a wild herd 11/17/2017

 


Naipoki browsing 11/18/2017

Araba 11/18/2017

 


Wild elephant herd 11/18/2017

Mashariki browsing 11/18/2017

 


Suswa 11/19/2017

Lentili browsing 11/19/2017

 


Ajali on Msinga Hill 11/19/2017

Layoni out with the orphans 11/20/2017

 


Layoni & Dabassa with the juniors 11/20/2017

Mudanda scared by a running waterbuck 11/20/2017

 


Kihari scratching at mudbath 11/21/2017

Will bull 11/21/2017

 


Orphans on their way to the waterhole 11/21/2017

Ndii and Araba enjoying the mudbath 11/22/2017

 


Araba and Ndii having a ball at mudbath 11/22/2017

Kenia investigating a hole in a tree 11/22/2017

 


Suswa scratching 11/23/2017

Layoni left and Panda 11/23/2017

 


Lentili on Msinga Hill 11/23/2017

Embu coming to the mudbath 11/24/2017

 


Dabassa at mudbath 11/24/2017

Ndii feasting on a root 11/24/2017

 


Rorogoi in the browsing fields 11/25/2017

Bada enjoying the mudbath 11/25/2017

 


Arruba browsing 11/25/2017

Embu poking the earth pile with her tusks 11/25/2017

 


Naipoki enjoying green grass 11/26/2017

Lentili feasting on range cubes 11/26/2017

 


Nelion relaxing 11/26/2017

Kenia climbing rocky terrain 11/26/2017

 


Lovely Ishaq-B 11/27/2017

Araba being followed by Ndii 11/27/2017

 


Suswa scratching 11/27/2017

Tahri in the stocakde 11/27/2017

 


Ishaq-B having a lovely mudbath 11/28/2017

Mbirikani mudbathing 11/28/2017

 


Tundani scratching 11/28/2017

Ajali and Nguvu browsing together 11/28/2017

 


Tahri browsing with the others 11/29/2017

Thari sniffing the air 11/29/2017

 


Ishaq-B browsing with Tahri 11/29/2017

Panda embracing Tahri 11/30/2017

 


Araba pushing Tahri 11/30/2017

Naipoki following Thari 11/30/2017

 


Ndii embracing Tahri 11/30/2017

 

Monatsbericht für die Ithumba-Gruppe: November 2017

 

Der Regen in diesem Teil Tsavos hält an und damit auch der veränderte Tagesablauf für die Elefantenwaisen. Sie baden und wälzen sich lieber in den vielen Pfützen im Busch und entlang der Piste, als daß sie erst zur Suhle liefen, die jetzt natürlich randvoll mit Wasser stand. Mittags gehen sie immer noch täglich ans Wasserloch, um ihre Milchflasche zu saufen, aber sie gehen dort nicht schwimmen. Die nach einem Nieselregen warme, feuchte Erde ist perfekt zum Herumrollen geeignet, so sehen das auch Lemoyian und Shukuru. Regenzeit heißt auch, daß die Ex-Waisen weniger häufig ins Stallgelände oder zur Suhle kommen, weil es überall genug Wasser und Futter gibt und sie nicht mehr auf Zusatzfutter angewiesen waren, wie in den letzten Monaten. Es wird eine Weile dauern, bis alles wieder nachgewachsen ist und die Waisen verbringen immer noch die meiste Zeit mit der Futtersuche. Dupotto beobachteten wir eines Morgens dabei wie sie auf dem Boden kniete und so schnell wie sie konnte Luzernewürfel vom Boden aufsammelte. Mutaras und Naroks Herden Ex-Waisen kommen nach wie vor jeden Morgen zum Luzernefressen.

 

Wir haben die Ex-Waisen am Anfang des Monats häufiger gesehen. Mit dabei waren Sunyei mit Klein Siku, Nasalot mit Nusu, Kinna mit Baby Kama, Galana mit Gawa, Wendi mit Wiva sowie Lualeni, Madiba, Loijuk, Sidai, Ololoo, Kasigau, Challa, Meibai, Naisula, Murka und Kitirua. Alle Babys, die in der Wildnis geboren sind inklusive Siku und Nusu, sehen sehr gesund und munter aus. Die Babys blieben immer in der Nähe ihrer Mütter und Sunyei war eine besonders aufmerksame Mutter. Sie gab ihrem Nachwuchs neben der Suhle mit ihrem Rüssel eine Dusche. Sie wollte auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen, zum Beispiel, daß ihr Baby im Schlamm stecken bleibt oder in ähnliche Gefahrensituationen gerit. Kurz zuvor wollte Ukame von der falschen (steilen) Seite aus dem Wasserloch steigen, kam natürlich nicht heraus und musste erst zur anderen (flachen) Seite schwimmen.

 

Laragai hat diesen Monat mehrmals nachts das Gatter für sich und ihre Freunde Kithaka, Barsilinga, Lemoyian und Garzi geöffnet, und sie warteten alle am Morgen vor dem Tor zum Stallgelände. Laragai, Kithaka, Barsilinga und Garzi sind seit einiger Zeit von der Milch abgesetzt und der Ruf der Freiheit scheint lauter zu werden. Wir sind uns sicher, daß dies auch der Grund für die häufigen Besuche von Mutara und Naroks Herden ist – sie wollen nachschauen, ob es potentielle Rekruten gibt. Karisa ist noch zu jung, aber weil er vom Leben in der Wildnis schon gekostet hat, denkt er, er ist schon soweit. Manchmal ist er sehr ruhelos, rennt hin und her, und die Keeper müssen ihn gut im Auge behalten, damit er nicht von der Herde abhaut. Shukuru ist seit langem bei der Waisenherde und zeigt Anzeichen dafür, sich Narok anzuschließen. An manchen Tagen läßt er die Waisen zurück, um nach Narok und ihrer Herde zu Suchen. Olsekki und Enkikwe waren wieder ganz sie selbst und gaben sich ihren Bullenspielereien und –rangeleien hin. Sie freuen sich, wenn die Ex-Waisen vorbeikamen und einige von ihnen, so wie Murka, ihnen ein paar Ringer-Tricks zeigten. Eine Rangelei zwischen Olsekki und Boromoko eskalierte eines Tages so, daß die Keeper eingreifen mußten, damit keiner zu Schaden kam. Natürlich gehören all diese Eskapaden zum Erwachsenwerden, aber unsere Keeper müssen immer noch ab und zu die Rolle der „Mutter“ übernehmen und eingreifen, bevor die Dinge aus dem Ruder laufen.

 

Am 14. November entdeckten wir einen humpelnden wilden Bullen in der Nähe des Stallgeländes und verständigten die Mobile Tierärztliche Einheit des David Sheldrick Wildlife Trust und des KWS. Er wurde behandelt ging wieder seiner Wege. Falls er sich jedoch entschließt, hier in der Nähe zu gesunden, werden wir über seine Fortschritte berichten.

 


Madiba feeding on lucerne in the Stockade 11/1/2017

Orphans at the water trough 11/1/2017

 


Sokotei and Enkikwe play fight 11/1/2017

Lemoyian enjoying the wet mud 11/2/2017

 


Barsilinga trying to get up 11/2/2017

Kithaka also enjoys the mud after the rains 11/2/2017

 


Kamok scratching 11/3/2017

Tusuja scratching after mud bath 11/3/2017

 


Dupotto wall scratching games 11/3/2017

Laragai on a rock browsing 11/4/2017

 


Karisa in search for green pasture 11/4/2017

Garzi breaking branches 11/4/2017

 


Sities at the stockades 11/5/2017

Sirimon digging up soil to play with 11/5/2017

 


Orphans enjoy swimming at the mud bath 11/5/2017

Mutara’s group joins the orphans for lucerne 11/6/2017

 


Wanjala browsing 11/6/2017

Kasigau and Boromoko entwine trunks 11/6/2017

 


Roi and Tusuja sip rain water collected in a rock 11/7/2017

Ukame leaving the mud bath 11/7/2017

 


Shukuru after wallowing 11/7/2017

Kamok with a stick in her mouth 11/8/2017

 


Olsekki and Sokotei playing 11/8/2017

Sunyei with Siku 11/8/2017

 


Orwa scratching 11/9/2017

Nasalot with Nusu 11/9/2017

 


Nusu and Kama entwin trunks 11/9/2017

Yatta and Kinna arrive with their babies 11/10/2017

 


Boromoko playing with Galla 11/10/2017

Karisa bending a tree to get to the leaves 11/10/2017

 


Suguta enjoying the lucerne 11/11/2017

Kamok leads the orphans to the mud-bath 11/11/2017

 


Orphans fine a roadside mud bath 11/11/2017

Karisa sneaks away on her own 11/12/2017

 


Ukame takes a break from the heat 11/12/2017

Lemoiyan in a playful mood 11/12/2017

 


Orphans drink up before heading to the bush 11/13/2017

Dupotto scraches her belly 11/13/2017

 


Challa plays with a wild bull 11/13/2017

Orwa and Kamok browse 11/14/2017

 


Vet working on the injured elephant 11/14/2017

Injured elephant walks away after treatment 11/14/2017

 


Galla takes a break from the heat 11/15/2017

Enkikwe erached up for greener soft leaves 11/15/2017

 


Orphans arrive back to the stockades 11/15/2017

Garzi arrives at the stockades after staying out 11/16/2017

 


Sokotei finds a quiet browsing spot 11/16/2017

Kithaka in a playful mood 11/16/2017

 


Barsilinga reaches for the soft green leaves 11/17/2017

Sokotei and Barsilinga engage in pushing games 11/17/2017

 


Little Yoyo stops for a scratch 11/17/2017

Chaimu looking for more lucerne cubes 11/18/2017

 


Laragai enjoying the dust bath 11/18/2017

Tusuja after dustbath 11/18/2017

 


Kithaka leading the orphans to mud-bath 11/19/2017

Orwa stops for a scratch 11/19/2017

 


Restless and impatient Karissa running around 11/19/2017

Barsiling and Olsekki can smell the lucerne cubes 11/20/2017

 


Galla at the watering hole 11/20/2017

Naseku browsing in the bush 11/20/2017

 


Tusuja rolls in the mud 11/21/2017

Ukame and Kamok lead orphans to mud-bath 11/21/2017

 


Kilaguni at the mud-bath 11/21/2017

Orphans enjoy a long drink 11/22/2017

 


Wanjala browsing 11/22/2017

Olsekki bending the tree to get soft green leaves 11/22/2017

 


Orphans waiting for the lucerne 11/23/2017

Galla frightened by a warthog 11/23/2017

 


Narok browsing with friends 11/23/2017

Orphans gather at the mud bath 11/24/2017

 


Galls scratches his neck 11/24/2017

Orphans head home 11/24/2017

 


Lemoiyan and Tusuja chatting 11/25/2017

Siangiki and Roi find a watering hole 11/25/2017

 


Sirimon in a playful mood 11/25/2017

Sokotei drinks fresh rain water 11/26/2017

 


Kamok scratches her ear 11/26/2017

Oltaiyoni getting ready to roll in the dust 11/26/2017

 


Enkikwe scratches before heading out in the bush 11/27/2017

Rapsu, Challa and Kenze at the water trough 11/27/2017

 


Orphans splash in mud on their way to 11am feed 11/27/2017

Sunrise at Ithumba 11/28/2017

 


Lemoiyan and Sirimon chat 11/28/2017

Mutara stretching 11/28/2017

 


Galla and Roi browsing  11/29/2017

Turkwell, Kasigau and Sities 11/29/2017

 


Kamok leads her group home 11/29/2017

Sokotei plays whilst Naseku browses 11/30/2017

 


Makena with Yoyo and Kama 11/30/2017

Little Yoyo and Kama 11/30/2017

 

Monatsbericht für die Kibwezi-Gruppe in Umani Springs: November 2017

 

Dank nie versiegenden Sickerwassers im porösen Vulkangestein ist der Kibwezi-Wald ganzjährig grün, und es gibt immer Futter und Wasser satt. Dennoch, nach der schlimmen Dürre dieses Jahres, begann selbst dieses immergrüne Paradies trockener zu werden, und die Waisen mussten weitere Wege als sonst zurücklegen und sich mit trockenen Pflanzen und Rinde zufrieden geben. Aber der Regen setzte letzten Monat endlich ein und frisches Grün spross wieder aus dem Waldboden. Lima Lima ist natürlich die Gierigste von allen und frißt den anderen soviel Grünzeug vor der Nase weg wie sie nur kann. Für Sonje, Murera und Mwashoti ist es in der Regel schwierig, über die Hänge zu kraxeln, aber selbst sie hatten es diesen Monat auch wieder leichter, frisches Grünfutter zu finden. Das einzige Mal, daß es schwierig wurde war während und kurz nach einem heftigen Regenschauer, denn es war extrem matschig und rutschig. Mit ihren kaputten Beinen konnten sie schlecht das Gleichgewicht halten und liefen sehr, sehr vorsichtig, um bloß nicht auszurutschen. Wegen der kühleren Temperaturen vermieden sie außerdem öfter das Baden in der Suhle. An anderen Tagen wiederum nahmen sie all ihren Mut zusammen und stiegen in das kühle Naß, um die Schlammschicht auf ihrer Haut zu erneuern. Denn die stechenden Insekten sind in der Regenzeit einfach furchtbar lästig! Wir beobachteten, wie die die jungen Bullen sich manchmal unter den Bäuchen der Kühen, z. B. Quanza, verstecken wollten. Aber sie sind längst zu groß, um darunter zu passen! Lima Lima probiert manchmal sogar, sich bei den Keepern unter deren Regenschirme unterzustellen.

 

Die Bullen waren diesen Monat recht ungestüm, sogar Alamaya, der jetzt jeden Monat an Stärke und Persönlichkeit gewinnt! Mwashoti ist aufgrund seiner alten Beinverletzung etwas vorsichtiger als sein gleichaltriger Kumpel, aber beide wachsen zweifelsohne langsam zu stattlichen, attraktiven und gesunden jungen Bullen heran. Von den Älteren ist Faraja definitiv der Ungestümere. Er schubste seine Freunde umher, zettelte Rangeleien an und zog seine Freunde am Schwanz, um Dominanz zu zeigen. Manchmal sind die männlichen Waisen selbstbewußter bei der Kontaktaufnahme zu wilden Artgenossen im Wald. Andere widerum haben noch kein sonderlich ausgeprägtes Interesse an den wilden Elefanten und versuchen, ihre weiblichen Freunde in die entgegengesetzte Richtung zu führen. Jasiri zum Beispiel verhielt sich relativ desinteressiert als wilde Bullen seine Adoptivschwestern umgarnten. Die Begegnungen mit den wilden Elefanten laufen jedes Mal anders ab. Diesen Monat gab es ein paar enthusiastische Begegnungen und manchmal wurden die Waisen herumgeschubst. Trotzdem ist jedes Treffen wichtig für das Sozialverhalten der Waisen, eine wichtige Lektion in Elefantenetikette. Die Keeper halten sich dann im Hintergrund so gut sie können und greifen nur im absoluten Notfall ein. Zongoloni schritt eines Tages ein, um Lima Lima zu helfen, die von einem großen wilden Bullen umgeschubst wurde, und wurde gleich selbst von einem anderen Bullen umgerannt, den sie nicht hatte kommen sehen!

 

Es ist normalerweise die Pflicht der Leitkühe Sonje und Murera, für Ordnung in der Herde zu sorgen, und sie machen ihre Arbeit auch wirklich sehr gut. Murera duldet keine Spinnereien und gab Mwashoti sogar einmal einen strafenden Klaps, als der sich daneben benahm. Sonje schreitet ein, wenn sie der Meinung ist, daß die Bullen Ngasha, Jasiri oder Faraja es mit dem Ringen übertreiben. Und keine von beiden duldete unseren zahmen Buschbock, der sich eine Nacht in unserem Stallgelände unterstellen wollte! In ihren Führungsfertigkeiten werden sie auch tatkräftig von den anderen älteren Kühen Zongoloni, Lima Lima und manchmal auch von Quanza unterstützt. Das heißt aber noch lange nicht, daß die Waisen sich immer gut benehmen. Lima Lima zum Beispiel ist und bleibt gierig, und da helfen auch die Disziplinarmaßnahmen der Älteren nichts. Eines Tages stibitzten sie und Zongoloni ein bißchen Luzerneheu aus dem Vorratslager als die Keeper einen Moment nicht aufpaßten. Als sie es bemerkten, rannten die beiden Missetäter mit dem ganzen Ballen los. Weil sie aber aus lauter Freßgier noch beim Rennen weiterfraßen, verloren sie ihre Beute noch auf der Flucht.

 

Ziwa wird bald sechs Jahre alt, scheint aber zu denken, er sei schon um einiges älter. Eines Abends, als die Waisen schon ins Stallgelände zurückgekehrt waren, tat er so, als würde er am Tor leckere Akazienschoten vom Boden sammeln und stahl sich unbemerkt in den Busch davon. Die Keeper entschieden, es auf einen Versuch ankommen zu lassen, aber um Mitternacht stand er schon wieder vor dem Tor und jammerte, bis man ihn herein ließ. Die anderen Waisen begrüßten ihn zurück mit leisem, tröstenden Kollern und der kleinlaute Ziwa verschwand in seinem Stall. Auf solche Ideen wird er wohl in nächster Zeit nicht gleich wieder kommen!

 


Mwashoti before the rains 11/1/2017

Faraja follows jasiri to the hills 11/1/2017

Murera and Alamaya browse in the hills 11/1/2017

Zongoloni lying in the mud 11/2/2017

Ngasha having a nap 11/2/2017

Limalima and Faraja at the water trough 11/2/2017

Alamaya looking for Limalima 11/3/2017

Babies at the 11am feed 11/3/2017

Zongoloni leads the orphans into the forest 11/3/2017

Sonje eating acacia bark 11/4/2017

Jasiri at the salt lick 11/4/2017

Alamaya scratching itchy leg 11/4/2017

Limalima looking for Alamaya 11/5/2017

Mwashoti running for bottle feed time 11/5/2017

Quanza finds some soft green grass 11/5/2017

Jasiri heading for bottle feed 11/6/2017

Murera surrounded by her babies 11/6/2017

Playful babies 11/6/2017

Orphans feed on lucerne in the morning 11/7/2017

Playful Murera 11/7/2017

Alamaya and Mwashoti 11/7/2017

Orphans climb Umani Hills 11/8/2017

Ziwa smelling Mwashoti’s mouth 11/8/2017

Faraja picking branches 11/8/2017

Ngasha relaxing his foot 11/9/2017

Sonje browsing 11/9/2017

Zongoloni running away with her bottle 11/9/2017

Babies at the pellet corner in the morning 11/10/2017

Murera having a scratch 11/10/2017

Jasiri crossing over logs 11/10/2017

Mwashoti and Limalima browsing in the forest 11/11/2017

Babies arrive for 11am feed 11/11/2017

Alamaya enjoying soft green branches 11/11/2017

Sonje in the forest 11/12/2017

Murera in the mud 11/12/2017

Zongoloni finds fresh vegetation 11/12/2017

Murera charging in the bushes 11/13/2017

Quanza browsing in the forest 11/13/2017

Ngasha and Quanza rush for their bottles 11/13/2017

Sonje plays in the mud 11/14/2017

Jasiri plays in the mud after the rain stopped  11/14/2017

Orphans feed on tubers 11/14/2017

Limalima enjoying rolling in the wet mud 11/15/2017

Zongoloni relaxing 11/15/2017

Murera running to keep the herd together 11/15/2017

Ziwa exits the forest looking for his friends 11/16/2017

Murera and Sonje watch over Ziwa 11/16/2017

Jasiri walking on the slopes of Chyulu hills 11/16/2017

Zongoloni startled by some antelopes 11/17/2017

Mwashoti napping in the wet mud 11/17/2017

Orphans at dust bath 11/17/2017

Sonje in the mud playing with the naughty boys 11/18/2017

Limalima and Alamaya playing pushing games 11/18/2017

Murera showing Ziwa how to wallow in mind 11/18/2017

Alamaya drinking water 11/19/2017

Babies have fun in the wet mud 11/19/2017

Limalima and friends after bottle feed 11/19/2017

Orphans morning browsing activities 11/20/2017

Limalima and Sonje swatting horseflies 11/20/2017

Faraja looking for Jasiri 11/20/2017

Ngasha scratching his neck 11/21/2017

Jasiri feeling cold after being rained on 11/21/2017

Zongoloni and a friend babysit Alamaya 11/21/2017

Quanza scratching her bottom 11/22/2017

Mwashoti enjoys swimming 11/22/2017

Ngasha and Ziwa relax after swimming 11/22/2017

Orphans out in the forest early morning 11/23/2017

Limalima in the water 11/23/2017

Murera showing off her bathing skills 11/23/2017

Babies enjoy the lush green grass 11/24/2017

Orphans continue browsing on Umani Hill 11/24/2017

Limalima stops for a scratch 11/24/2017

Murera sharpening her tusks 11/25/2017

Ziwa scratching his belly 11/25/2017

Quanza scratching on a log 11/25/2017

Limalima after the rains 11/26/2017

Murera playing in the mud 11/26/2017

Alamaya plays in the mud after in rains 11/26/2017

Murera scared of the baboons 11/27/2017

Ziwa after bottle feed 11/27/2017

Limalima pushing Faraja to move from the waterhol 11/27/2017

Ngasha pushing back Ziwa 11/28/2017

Quanza stops to scratch on a rock 11/28/2017

Alamaya scratching on a post 11/28/2017

Mwashoti finds soft leaves 11/29/2017

Ngasha sucking his trunk 11/29/2017

Orphans wallow 11/29/2017

Limalima and Zongoloni trying to push down a tree 11/30/2017

Sonje digging up soil to play with  11/30/2017

Jasiri flapping his big ears 11/30/2017

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